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Vermarkter Godeland bündelt Kräfte der Erzeuger

Normalerweise haben die nördlichen Anbaugebiete Deutschlands aufgrund des verspäteten Vegetationsbeginns kaum eine Chance „Austragungsort“ für die jährlich stattfindende Auftaktveranstaltung zum Start der bundesweiten Frühgemüsesaison zu sein. Das war in diesem Jahr durch den allgemein verzögerten Saisonstart anders und so lud die Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) diesmal nach Buchholz in die Nordheide auf den Betrieb von Arnold Reymers.

Dieser Gemüsebaubetrieb baut, typisch für die hamburgischen Anbaugebiete Vier- und Marschlande, Feingemüse an. Um langfristig am Markt bestehen zu können und Absatzsicherheit zu möglichst fairen Erzeugerpreisen zu gewährleisten, ist es mehr denn je erforderlich, dass Erzeuger ihre Kräfte bündeln, sagte Gunther Bonz, der Staatsrat der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Hansestadt Hamburg. Dies geschehe beispielsweise auf Verbandsebene: Der Gartenbauverband Nord erstrecke sich über drei Bundesländer, nämlich Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Auch bei der Godeland Vermarktungs mbH handele es sich um einen indirekten Zusammenschluss von rund 400 Erzeugern aus dem gesamten norddeutschen Raum, erklärte ihr Geschäftsführer Klaus Dittmer während der Veranstaltung.

Nach dem Zusammenschluss der erfolgreich am Markt arbeitenden Firmen Reimer Hauschildt GmbH, Ruth Beckmann GmbH, Veiling Hamburg eG Godeland Erzeugerorganisation mit der jetzigen Landgard eG, früher NBV/UGA in Straelen, am Jahresende 2005 gründeten eben diese fünf Firmen/Organisationen zum 1. Januar 2006 die gemeinsame Godeland Vermarktungsgesellschaft mbH.

Die Godeland Vermarktungsgesellschaft mbH ist eine Tochter der Landgard Obst und Gemüse GmbH & Co. KG in Bonn-Roisdorf, die wiederum eine Tochter der Landgard eG in Straelen ist. Die Godeland Vermarktungsgesellschaft mbH betreibt ihr operatives Geschäft im Norden von Flensburg und südlich bis nach Osnabrück und Bielefeld. Die Vermarktung der Produkte dieser 400 Erzeuger findet ausschließlich über die Godeland Vermarktungsgesellschaft mbH statt. Besonders erfreulich ist für Dittmer die Tatsache, dass mit der Gründung dieser neuen Gesellschaft die Türen bei allen großen Abnehmern in Deutschland geöffnet wurden. Naturgemäß finde auch ein reger Warenaustausch mit der Mutter „Landgard Obst und Gemüse“ in Bonn-Roisdorf statt. Das mache Sinn, steigere die Lieferbereitschaft beider Unternehmen bei den Kunden und helfe im Absatz den Erzeugern in beiden Regionen.

Für 2006 erwartet Dittmer einen Netto-Gesamtumsatz von 130 Millionen Euro bei Godeland. Mittelfristig will das Unternehmen seine zur Zeit noch fünf Umschlagplätzen in Kronprinzenkoog, Glückstadt, Hamburg und Winsen/Luhe für Gemüse, sowie Hamburg-Neuenfelde für Obst auf zwei Umschlagplätze zusammenlegen.