Alle News

Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten gesichert

, erstellt von

Während sich Unsicherheit verbreitet, wie es mit der Versorgung weiter geht, beruhigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einer Meldung. Auch Joachim Ruckwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) erklärte, dass Grundnahrungsmittel in ausreichender Menge vorhanden seien. Wie es bei Personalfragen im Zuge der Reisebeschränkungen aussieht, blieb noch offen.

Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sei in Deutschland gesichert. An Personallösungen werde gearbeitet. Foto: Michi-Nordlicht / Pixabay

Versorgung mit Grundnahrungsmitteln gegeben

Auf einer Pressekonferenz zur Lebensmittelversorgung in der Corona-Krise sagte Klöckner, dass die Versorgung der Bevölkerung in Deutschland mit landwirtschaftlichen Produkten keinesfalls besorgniserregend sei. Es werde genügend produziert, um die Menschen hierzulande zu versorgen. Klöckner betonte nochmals, dass die Supermärkte geöffnet bleiben, „alles andere sind Falschmeldungen. Wo es in Einzelfällen zu Engpässen kommt, ist der Handel bestrebt, die Frequenz der Warenbelieferung zu erhöhen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden“, erklärte die Landwirtschaftsministerin.

Selbstversorgungsgrad bei über 100 Prozent

„Wir haben einen Selbstversorgungsgrad von über 100 Prozent zum Beispiel bei Kartoffeln (148%), Käse (126%), Frischmilchprodukten (116%), Getreide (107%) oder Schweinefleisch (119%)“, so Klöckner. Auch Joachim Ruckwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) äußerte sich in einer Meldung dazu. „Wir Bauern werden auch in Zeiten des Coronavirus weiter die Bevölkerung mit sicheren und hochwertigen Lebensmitteln versorgen können. Grundnahrungsmittel wie Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse wird es weiterhin in ausreichender Menge geben. Von landwirtschaftlichen Produkten geht keine Gefahr aus. Die Futterversorgung unserer Tiere ist gesichert, so dass auch Fleisch, Wurst oder Milch weiter verfügbar sein werden. Deutschland ist mit heimischen Lebensmitteln gut versorgt, so dass Hamsterkäufe nicht notwendig sind“, betont der Bauernpräsident.

Pragmatische Lösungen bei Personal gesucht

„Für andere Bereiche arbeiten wir an pragmatischen Lösungen. Etwa wenn es um das Personal im Handel oder um Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und im Gartenbau geht“, erklärte Klöckner weiter. Eine Überlegung sei demnach Personal aus der Gastronomie in der Landwirtschaft und Produktion einzusetzen. „Wenn jemand jetzt in der Landwirtschaft arbeiten will und kann, muss die Politik eventuell zu starre Regelungen lockern“, so die Ministerin. Auch auf die Gefahr fehlender Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland aufgrund der Reisebeschränkungen wurde eingegangen. „Das betrifft nicht nur den Spargel und Erdbeeren, sondern auch den Gemüseanbau. Pflanzarbeit muss jetzt gemacht werden.“ Daher arbeite man mit Hochdruck an unbürokratischen Lösungen.  

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie bei uns unter dem Newstag „Coronavirus“.  

Cookie-Popup anzeigen