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Video: Gewächshaus der Roboter

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Das Start-Up Iron Ox hat im US-amerikanischen San Carlos (Californien) eine hydroponische Indoor-Farm gebaut, die vollkommen automatisch arbeitet. Zwei Roboter übernehmen im Gewächshaus die Pflanzung, Pflege und Ernte der Pflanzen.

Foto: Screenshot CNBC YouTube

Zwei Roboter pflanzen, pflegen und ernten

„Unser Grundgedanke war: Wenn wir die Erdbevölkerung auch in 30 Jahren ernähren wollen, müssen wir radikal umdenken“, erklärt Iron Ox-Mitgründer und CEO Brandon Alexander dem amerikanischen Nachrichtensender CNBC. Und so entstand die vollautomatische Hydroponik-Farm.

Zwei Roboter, eine Maschine eignet sich vor allem zum Transport, die andere zum Greifen und Setzen von Pflanzen, ordnen auf 185 Quadratmetern Anbaufläche selbstständig Pflanzen nach drei Wachstumsgraden an. So bekommen alle genügend Licht, Raum und Dünger, damit sie ideal wachsen können. Überwachungssysteme signalisieren den Robotern, ob die Gewächse krank sind oder Schädlinge die Produktion bedrohen.

Aus 15 mach einen Hektar Produktionsfläche

Die strikte Anordnung der Pflanzen nach Wachstumsphasen spart zudem ordentlich Platz. „Wir können auf einem Hektar Anbaufläche genauso viel Gemüse produzieren, wie in der herkömmlichen Landwirtschaft auf 15 Hektar angebaut werden“, so Alexander weiter. Der Kostenfaktor liege laut Iron Ox mit dem einer herkömmlichen Produktion gleichauf.

„Roboter werden nicht müde und es stört sie nicht, wann sie arbeiten“, sagt CTO und Mitgründer Jon Binney. Das Unternehmen will weitere Gewächshäuser in dicht besiedelten Gebieten bauen. „Kommt noch dazu, dass hierzulande Gemüse vom Acker nicht frisch beim Kunden ankommt. Schließlich besagen Studien, dass ein Produkt im Schnitt 2.800 Kilometer zurücklegt, bevor es der Endverbraucher überhaupt kaufen kann“, sagt Alexander.

Start-Up Iron Ox will Portfolio künftig ausbauen

Bisher begrenzt sich die Produktion im vollautomatischen Gewächshaus auf grünes Blattgemüse und Kräuter. Noch in diesem Jahr will Iron Ox die Ware auf den Markt bringen. Zukünftig hofft das Start-Up das Portfolio um andere Gemüsesorten zu erweitern. Insgesamt sechs Millionen Dollar und drei Jahre Bauzeit hat das Unternehmen in das Projekt investiert.

Mehr zum Projekt von Iron Ox erfahren Sie im Video.