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Viele Zierpflanzen waren 2004 billiger als 2003

Schlechte Betriebsergebnisse von vielen Zierpfanzengärtnereien im vergangenen Jahr sind vor allem auf Preisrückgänge zurückzuführen. Mittlerweile liegen sowohl von den der VBN angeschlossenen holländischen Blumenversteigerungen als auch von der NBV/UGA als größtem deutschen Zierpflanzen-Vermarkter unter anderem Zahlen zur Entwicklung der Preise vor. Der Durchschnittspreis von Schnittblumen bei der NBV/ UGA ist 2004 von 17,5 auf 18 Cent gestiegen (Quelle: Geschäftsbericht 2004). Die dem Verband Niederländischer Blumenversteigerungen (VBN) angeschlossenen Veilingen weisen 2004 für Schnittblumen einen Durchschnittspreis von 20 Cent aus, wobei allerdings die niederländische Produktion um einen Cent niedriger notierte als im Jahr zuvor. Für importierte Schnittblumen betrug der Durchschnittspreis sowohl 2003 als auch 2004 nur 14 Cent (Quelle: Vakblad voor de Bloemisterij, "Staalkaart"). Der Markt für großblumige Rosen in Holland steht derzeit zwar stark unter Druck. Allerdings sank das Preisniveau für großblumige Rosen an den Veilingen im vergangenen Jahr nur von 27 auf 26 Cent. Stärker - nämlich von 22 auf 20 Cent - ging der Preis bei Spray-Chrysanthemen zurück. Bei Lilien wurde ein Preisrückgang von 41 auf 39 Cent registriert, bei Anthurien sogar von 67 auf 58 Cent. Bei Hippeastrum dagegen stieg der Durchschnittspreis an den Veilingen von 69 auf 84 Cent.

Auch was die Topfpflanzen betrifft, so zeigen die im Sonderheft "Staalkaart" veröffentlichten Angaben ein rückläufiges Preisniveau bei fast allen marktwichtigsten Arten. Dies gilt ebenfalls für die Topf-Phalaenopsis als mittlerweile weit enteiltem Topfpflanzen-Umsatzspitzenreiter. Deren Durchschnittspreis sank von 4,78 auf 4,61 Euro. Im Jahr 2002 hatten die Topf-Phalaenopsis noch mit 5,23 Euro notiert. Von den zehn umsatzstärksten Topfpflanzenarten verzeichneten die VBN-Veilingen nur beim Zehnplatziertem - dem Efeu - ein leicht erhöhtes Preisniveau, wobei in diesem Fall der Preisanstieg von 18 auf 19 Cent mit einer um über 20 Prozent reduzierten Anliefermenge verbunden war.