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VSSE legt Bilanz zur Spargelsaison vor

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Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) hat eine Bilanz zur diesjährigen Spargelsaison vorgelegt. Demnach sorgte die lang anhaltende kühle Witterung im Frühjahr für eine Verknappung beim Edelgemüse und gleichzeitig für stabile Preise.

Die kühlen Temperaturen im Frühjahr sorgten für geringere Mengen Spargel, dafür aber stabile Preise. Foto: VSSE/ Christoph Goeckel

Knappe Mengen und stabile Preise

Laut VSSE verzögerte sich der Saisonstart beim Spargel in diesem Jahr vor allem durch den sehr kalten April witterungsbedingt nach hinten. Auch der Mai war 2021 überwiegend kühl und zudem auch recht regnerisch. Das sorgte für begrenzt verfügbare Mengen an Spargel, dafür aber auch für stabile Preise am Markt auf einem hohen Niveau bis in den Juni hinein. Auch 2021 hatten die produzierenden Betriebe neben dem Wetter auch mit politischen Vorgaben im Zuge der Corona-Pandemie zu kämpfen. Erntehelfer:innen standen aber dennoch zur Verfügung, da die Einreise über den Landweg möglich war. Zudem waren die Arbeitsmarktbedingungen in den Ursprungsländern deutlich verschlechtert, so dass kein nennenswerter Saisonarbeitskräftemangel zu verzeichnen gewesen sei.

Nachfrage verhaltener als 2020

Die Kaufnachfrage nach heimischem Spargel war laut VSSE gut, wenn auch etwas verhaltener als im vergangenen Jahr. Die Zurückhaltung was unter anderem der kühlen Witterung geschuldet, die eine reduzierte Spargellust bei den Verbraucher:innen hervorrief. Die hohen Preise taten ihr Übriges. „Trotz zweiter Saison unter Coronainfektionsschutzbedingungen sind wir zufrieden mit dem Verlauf der Spargelernte. Natürlich haben wir uns eine bessere Witterung gewünscht, aber alles in allem sind wir sehr dankbar dafür, dass die Betriebe unter großem persönlichem Einsatz ihre Infektionsschutzkonzepte erfolgreich umgesetzt haben, was sich darin zeigte, dass es nur in wenigen Ausnahmefällen Infizierte in Betrieben gab“, bilanziert Simon Schumacher, Vorstandssprecher des VSSE.

Ernte durch Folieneinsatz gesichert

Die Ernte konnte bei den diesjährigen Witterungsbedingungen vor allem durch den Einsatz von mehrjährigen Folien gesichert werden. „Bis Pfingsten war Spargel deutschlandweit recht knapp am Markt. Da die Temperaturen im Juni deutlich angestiegen sind, ist der Markt nun ausreichend mit Spargel versorgt. Durch die höheren Mengen gibt es hier und da auch Angebote beim Spargeleinkauf“, blickt Ralf Große Dankbar, Spargelanbauberater an der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf den Saisonverlauf. Auch die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) bescheinigt eine nur knapp unter dem Vorjahr liegende Nachfrage. „Von Anfang April bis Anfang Juni war der durchschnittliche Verbraucherpreis für inländischen Spargel aufgrund des begrenzten Angebots durchschnittlich rund 8 % höher als 2020. Im letzten Drittel der Saison haben die wiedergewonnenen Absatzmöglichkeiten an die Gastronomie die Preise gestützt“, erklärt Michael Koch, stellvertretender Bereichsleiter und Spargelmarkt-Experte der AMI.

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