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Wachstum für E-Commerce 2018 übertroffen

Der Online- und Versandhandel startet nach ersten Ergebnissen der jährlichen Verbraucherbefragung des bevh in diesem Jahr mit einem Plus von neun Prozent in das aktuelle Weihnachtsgeschäft und zugleich in die wichtigste Phase des Handelsjahres. Die damit getroffene Wachstumsprognose für das wurde so bereits vor Ende des Handelsjahres 2018 übertroffen.

Immer mehr Verbraucher greifen auf den Online- und Versandhandel zurück - davon profititiert vor allem das Weihnachtsgeschäft. Foto Pixabay

E-Commerce: Anhebung der Wachstumsprognose erwartet

Im Rahmen der großen Verbraucherbefragung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) wurde über einen Zeitraum von neuen Wochen des 4. Quartals 2018 die Entwicklung des Online- und Versandhandels (E-Commerce) verfolgt. „Da wir eine durchschnittliche E-Commerce-Umsatzsteigerung in den bisherigen Quartalen von rund 2 Prozentpunkten verzeichnen und wir davon ausgehen, dass das Weihnachtsgeschäft genauso gut wie im letzten Jahr ausfallen wird, heben wir unsere Wachstumsprognose für das Jahr 2018 auf rund 11 Prozent an“, so bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

So liegt der Gesamtumsatz des Online- und Versandhandels dieses Jahr bei rund 13,2 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer im Vergleich zu den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2017 im Vorjahr mit 11,9 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer. Zudem ist 2018 ein Plus von 11 Prozent zu verzeichnen, was einem Anteil von 96,2 Prozent am gesamten interaktiven Handel entspricht.

Für den gleichen Zeitraum liegt der Umsatz mit digitalen Dienstleistungen bei 3,1 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer und entspricht damit einem Plus in Höhe von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2017. Der gesamte interaktive Handel in Form des klassischen Versandhandels und E-Commerces erzielte im genannten Zeitraum einen Gesamtwarenumsatz 13,7 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer und gegenüber 2017 ein Plus von neun Prozent (2017: 12,6 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer).

Schnelle und zuverlässige Lieferung

Gerade das Weihnachtsgeschäft bildet die Hoch-Zeit des Handels. Hier haben Aktionstage wie der Black Friday oder der Cyber Monday die Rolle des klassischen Schlussverkaufs übernommen und tragen dazu bei, Händler, Logistiker und Verbrauche zu entlasten, indem sie die Weihnachts-Spitze bereits im Vorfeld entzerren.

Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen sieht der bevh die Entwicklungen von Logistik und E-Commerce dennoch auf einem guten Weg, wenn es darum geht, die Versorgungssicherheit und Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik zu gewährleisten.

Rund 90 Prozent der städtischen und ländlichen Kunden beurteilen die Lieferzeiten heute als sehr zufriedenstellend. Wichtiger als schnelle Lieferzeiten ist jedoch eine zuverlässige Zustellung. Die Zufriedenheit des Kunden ist dann gewährleistet, wenn die Bestellung innerhalb eines angemessenen Zeitfensters an die gewünschte Adresse geliefert wird.  Der bevh halte daher auch bei steigendem Paketvolumen diese Zuverlässigkeit für wünschenswert.

Bevh-Befragung zum 6. Mal

Der Blick auf das Warengruppen-Cluster „Freizeit“ mit dem Schwerpunkt Do-it-Yourself, Hobby- und Freizeitartikeln zeigt, dass ein Umsatzplus von 8,1 Prozent verzeichnet werden konnte. Insgesamt wurden im Auto und Motorrad bisher im 4. Quartal 182 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer verbucht. 2017 lag dieser bei 157 Millionen Euro. Einen wesentlichen Beitrag leisteten Spielwaren mit 295 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer und einem Zuwachs von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 263 Millionen Euro.

Bereits zum sechsten Mal führte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland in diesem Jahr seine Verbraucherbefragung mit dem Titel „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Neuer Partner ist seit diesem Jahr das Unternehmen BEYONDATA. In der Studie werden jährlich von Januar bis Dezember 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen befragt.