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Walnussfruchtfliege: neue Art in Brandenburg

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Brandenburgs Walnüsse sind durch einen neuen Schädling bedroht. Im näheren Umfeld von Berlin ist jetzt eine weitere Art der Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa) aufgetaucht, informiert der Pflanzenschutzdienst des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF).

Von der Walnussfruchtfliege befallene Früchte werden zunehmend schwarz und schleimig. Foto: HelgaKa/Pixabay

Betroffene Walnüsse werden schwarz und schleimig

Ab Juli legen die Fliegenweibchen ihre Eier in der grünen Fruchtschale der Walnüsse ab. Die Schäden verursachen die sich entwickelnden Larven – betroffene Früchte werden durch den Befall zunehmend schwarz und schleimig. Entsprechend ist die Verwertung der Walnüsse stark eingeschränkt. Die Bäume selbst werden durch die Walnussfruchtfliegen nicht geschädigt.

Ähnliche Symptome an der Walnuss rufen auch der Pilz Marssonina juglandis oder das Bakterium Xantomonas juglandis hervor. Eine Unterscheidung ist insbesondere für Laien kaum möglich.

Keine Bekämpfung der Walnussfruchtfliege mit chemischem Pflanzenschutz

Derzeit gibt es noch keine Möglichkeit, die Walnussfruchtfliege mit chemischen Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen. Trotzdem empfiehlt der Pflanzenschutzdienst, ab Ende Juni Gelbtafeln aufzuhängen, um die Anzahl der Fliegen zumindest etwas zu reduzieren. Kleinkronige Bäume oder einzelne Astpartien können zusätzlich vor Flugbeginn der Fliegen zum Schutz der Nüsse eingenetzt werden.