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Warm, wärmer, 2014 – Das Wetter in den Bundesländern

2014 geht als das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen in die Geschichte ein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet. Dabei ließ der Durchschnittswert von 10,3 Grad Celsius sogar die Werte aus den Rekordjahren 2000 und 2007 „alt“ aussehen.

2014 lässt sogar die Rekordjahre 2000 und 2007 hinter sich. Grafik: DWD

Schleswig-Holstein und Hamburg: Im Jahr 2014 registrierten die DWD-Experten für Schleswig-Holstein 10,5°C (8,3°C / in Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode). Mit 808 l/m² (788 l/m²) gehörte es zu den niederschlagsreicheren und mit etwa 1695 Stunden (1567 Stunden) zu den von der Sonne bevorzugten Bundesländern. Hamburg war mit 11,0°C (8,8°C) ein warmes Bundesland. Niederschlag fiel rund 670 l/m² (750 l/m²) und die Sonne zeigte sich etwa 1620 Stunden (1507 Stunden). Die höchste Schneedecke in Schleswig-Holstein meldete die Hochseeinsel Helgoland am 27. Januar mit 6 cm.

Niedersachsen und Bremen:
Bei 10,7°C (8,6°C) betrug die Niederschlagsmenge in Niedersachsen 685 l/m² (746 l/m²) und die Sonnenscheindauer 1560 Stunden (1456 Stunden). Bremen war mit 11,1°C (8,9°C) das zweitwärmste Bundesland. Hier registrierte man etwa 647 l/m² (727 l/m²) und etwa 1626 Sonnenstunden (1474 Stunden).

Mecklenburg-Vorpommern:
Mecklenburg-Vorpommern erreichte im Jahr 2014 10,3°C (8,2°C), blieb allerdings mit etwa 628 l/m² (595 l/m²) eine niederschlagsarme Region. Mit rund 1750 Stunden (1648 Stunden) war Mecklenburg-Vorpommern das sonnenscheinreichste Bundesland. In Arkona auf der Insel Rügen zeigte sich die Sonne mit rund 2030 Stunden deutschlandweit am meisten.

Brandenburg und Berlin: Für Brandenburg errechneten die Meteorologen des DWD eine Durchschnittstemperatur von 10,8°C (8,7°C). Mit etwa 534 l/m² (557 l/m²) war Brandenburg das zweittrockenste und mit rund 1745 Stunden (1634 Stunden) das zweitsonnenscheinreichste Bundesland. Berlin präsentierte sich im Jahr 2014 mit 11,3°C (9,1°C) als wärmstes Bundesland. Auch hier, wie überall, wurde dabei ein neuer Wärmerekord aufgestellt. Mit rund 470 l/m² (573 l/m²) war es das trockenste und mit etwa 1719 Stunden (1635 Stunden) ein recht sonnenscheinreiches Bundesland. In der Nacht zum 25. Januar sank das Quecksilber in Langenlipsdorf, östlich von Wittenberg, auf minus 18,8°C.
Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt kam im Jahr 2014 auf ein Temperaturmittel von 10,8°C (8,7°C). Obwohl das Niederschlagssoll (547 l/m²) mit etwa 566 l/m² um 3 Prozent überboten wurde, gehörte es zu den trockeneren Bundesländern. Beim Sonnenschein erreichte es mit etwa 1668 Stunden 110 Prozent des Solls (1522 Stunden).

Sachsen: Bei etwa 1663 Sonnenstunden (1549 Stunden) und mit rund 630 l/m² (699 l/m²) zählte Sachsen 2014 mit 10,2°C (8,1°C) zu den kälteren Bundesländern. In Bertsdorf-Hörnitz in der Oberlausitz sank die Temperatur am 26. Januar auf
minus 19,8°C.

Thüringen:
Thüringen, war im Jahr 2014 mit 9,9°C (7,6°C) das zweitkälteste Bundesland, aber auch hier wurde trotzdem ein neuer Wärmerekord aufgestellt. Es fielen rund 685 l/m² (700 l/m²) und mit etwa 536 Stunden (1486 Stunden) fehlte ein wenig Sonne.

Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen gehörte im Jahr 2014 mit 10,9°C (9,0°C) zu den warmen Bundesländern. Die Niederschlagsmenge lag bei rund 790 l/m² (875 l/m²). Ein Gewitter mit Orkanböen bis 144 km/h forderte am 9. Juni in Düsseldorf drei Menschenleben. NRW übertraf sein Soll (1440 Stunden) mit 1536 Sonnenstunden um 7 Prozent, zählte trotzdem zu den eher wolkenreichen Regionen. Der deutschlandweit sonnenärmste Ort war der Kahle Asten im Sauerland mit nur etwa 1260 Stunden.

Hessen: Für Hessen notierten die DWD-Experten im Jahr 2014 eine Temperatur von 10,3°C (8,2°C) und eine Niederschlagsmenge von etwa 754 l/m² (793 l/m²). Die Sonnenscheindauer übertraf das Soll (1459 Stunden) mit rund 1495 Stunden um 2 Prozent; dennoch war Hessen diesmal das sonnenscheinärmste Bundesland.
Rheinland-Pfalz: Im Jahr 2014 kam Rheinland-Pfalz im Jahresdurchschnitt auf eine Temperatur von 10,7°C (8,6°C), eine Niederschlagsmenge von rund 780 l/m² (807 l/m²) und eine Sonnenscheindauer von etwa 1597 Stunden (1507 Stunden).
Saarland: 2014 lag die Durchschnittstemperatur im Saarland bei 10,8°C (8,9°C). Als zweitniederschlagsreichstes Bundesland blieb es mit etwa 878 l/m² trotzdem unter seinem Soll (945 l/m²). Die Sonne schien rund 1565 Stunden. Damit war das Saarland das einzige Bundesland, das sein Stundensoll (1571 Stunden) nicht ganz erreichte.

Baden-Württemberg:
Baden-Württemberg gehörte im Jahr 2014 mit 10,2°C (8,1°C) zu den vergleichsweise kühleren Regionen Deutschlands und war mit etwa 898 l/m² (980 l/m²) das niederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne schien rund 1670 Stunden (1607 Stunden). Der bundesweit heißeste Ort des Jahres war Rheinau-Memprechtshofen. Hier kletterte das Quecksilber am 9. Juni auf 37,7°C. Auch die tiefste Temperatur wurde in Baden-Württemberg gemessen: Am 29. Dezember zeigte das Thermometer in Altheim bei Riedlingen an der oberen Donau ein Minimum von minus 24,9°C. Die größte Niederschlags-Tagessumme im DWD-Messnetz meldete Emmingen-Liptingen, bei Tuttlingen, am 28. Juli mit 109 l/m².

Bayern: Bayern war mit 9,6°C (7,5°C) das kühlste Bundesland. Trotzdem gab es auch hier einen neuen Wärmerekord. Der Niederschlag summierte sich auf rund 810 l/m² (940 l/m²) und der Sonnenschein auf etwa 1614 Stunden (1595 Stunden). In Kitzingen am Main stieg die Temperatur am 9. Juni auf 37,3°C. Den meisten Regen und Schnee Deutschlands erhielt die Zugspitze mit etwa 1975 l/m². Im Flachland war dies Marktschellenberg mit rund 1920 l/m². Die höchste Schneedecke meldete die Zugspitze mit 400 cm am 17. Mai. Ansonsten herrschte in den Wintermonaten des Jahres 2014 chronischer Mangel an Schnee. Dieser kam dann erst in den letzten Tagen des Jahres: Oy-Mittelberg-Petersthal im Allgäu meldete am 30. Dezember immerhin 52 cm. (DWD/ts)