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Warnung vor dem Einbau von gebrauchten Assimilationslampen

Das Gefahrenpotenzial von Assimilationsleuchten mit Kunststoffgehäusen ist schon länger bekannt. Gebrauchte Assimilationsleuchten mit Kunststoffgehäuse drängen zurzeit verstärkt aus den Niederlanden auf den deutschen Markt, weil auch in den Niederlanden der Versicherungsschutz für solche Anlagen eingeschränkt oder aufgehoben wird.

Die Gartenbau-Versicherung hatte bereits auf das erhöhte Risiko hingewiesen. Nach den gültigen Annahmerichtlinien zur Feuerversicherung ist die Kombination von Assimilationsleuchten mit Kunststoffgehäuse und leicht entflammbaren Energieschirmtüchern seit dem 1. Januar 2006 nicht mehr zulässig.

Die erhöhte Brandgefahr ergibt sich aus dem Kunststoffgehäuse der Leuchten. Kommt es zur Selbstentzündung der Lampe, zum Beispiel durch einen gealterten Kondensator, fördert das Gehäuse aus Kunststoff neben der Verkabelung zusätzlich die Brandausbreitung. Ein leicht entflammbarer Energieschirm trägt dann zusätzlich zu einer raschen Ausbreitung des Brandes im Gewächshaus bei.

Im Gegensatz dazu bieten nach Angaben der Versicherung moderne Leuchten mit Gehäuse aus Druckguss erhöhte Sicherheit, weil hier die Flamme eingeschlossen bleibt. Damit aus einem kleinen, technischen Defekt kein Brandschaden der Gewächshausanlage wird, sollten künftig immer Leuchten mit Druckgussgehäuse installiert werden. In Verbindung mit vorhandenen leicht entflammbaren Energieschirmgeweben ist dies zwingende Voraussetzung für den Neuabschluss oder die Weiterführung einer bestehenden Feuerversicherung bei der Gartenbau-Versicherung.