Was sagen LINKE und AfD zum Pflanzenschutz?

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Die AfD und DIE LINKE strengen sich an, den alteingesessenen Parteien wie CDU/CSU und SPD weitere Wählerstimmen zu „klauen“. An ganz unterschiedlichen Stellen des Spektrums der politischen Meinungen angesiedelt, sorgen sie für manche Kontroverse. Doch was sagen die  beiden Parteien zum Pflanzenschutz und somit zu einem der zentralen Themen des Gartenbaus? Katrin Klawitter hat für die TASPO nachgefragt.

Die TASPO fragte zum Thema Pflanzenschutz:

Im Pflanzenschutz beschäftigen die grüne Branche umfangreiche Themen wie immer weniger zur Verfügung stehende Pflanzenschutzmittel und Zulassungsprobleme, die wachsende Bedeutung von alternativen Methoden der Bekämpfung. Geben Sie uns ein oder zwei konkrete Beispiele, wie und wo Sie die Branche hier besonders unterstützen würden?

Das sagt Dr. Kirsten Tackmann, Kandidatin für DIE LINKE, zum Thema Pflanzenschutz

Wie in der Landwirtschaft gilt es auch im Gartenbau, die „gute fachliche Praxis“ angesichts der aktuellen Herausforderungen ernst zu nehmen, weiterzuentwickeln und zukünftig auch verbindlicher zu regeln. DIE LINKE unterstützt das Ziel des integrierten Pflanzenschutzes, setzt sich aber gleichzeitig für eine konsequente Minimierungsstrategie ein.

Eine zügige Bearbeitung der Zulassungsanträge muss dennoch gesichert sein. Gleichzeitig braucht es mehr öffentlich geförderte Forschung zu Alternativen wie biologische Bekämpfung und Vermeidungsstrategien für Pflanzenkrankheiten inklusive eines öffentlichen Beratungssystems zur schnellen Überführung der Kenntnisse in die alltägliche Praxis. Ziel der LINKEN ist, mit guter Arbeit und gutem Einkommen im einheimischen Gartenbau die Grundlage gesunder, regional produzierter Lebensmittel zu legen.

Wir fordern mehr Forschung zu alternativen Methoden der Bekämpfung und hier fordern wir eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung. Außerdem bleiben für uns oberste Priorität faire Erzeugerpreise. Die erpresserischen Marktmachtstrukturen müssen beseitigt werden, damit das Produktionsrisiko nicht ausschließlich bei den Erzeugerbetrieben bleibt. Auch in den Gartenbaubetrieben muss man von seiner Arbeit leben können.

Das sagt die AfD-Kandidat Peter Felser zum Thema Pflanzenschutz

AfD: Der Staat könnte Sachkunde-Seminare und Fortbildungsveranstaltungen bezuschussen, die von Fachverbänden, Instituten oder Landesanstalten angeboten werden. Vermittelt werden müssen dabei die Rechtsgrundlagen, der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln, die Technik der Ausbringung und das Wissen um Risiken und Nebenwirkungen.

Was die Vertreter der großen Parteien zu den Themen Forschung, Energieeffizienz, das Verbot fossiler Brennstoffe und Glyphosatzulassung sagen, lesen Sie in TASPO 38/2017, die am kommenden Freitag erscheint.

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