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Wassermanagement: Professionelle Beregnung zählt zur Palette der Landschafter

Bewässerungssysteme seien ein Wachstumsmarkt. Der Garten- und Landschaftsbau müsse diese Chance nutzen und fachlich gut ausgeführte, den jeweiligen Situationen angepasste, zugleich aber möglichst wassersparende Bewässerungsverfahren anbieten. In seinem Vortrag "Praktische Anwendungsbeispiele in der Grünflächenberegnung" richtete darauf Thomas Gerhardt den Blick.

Wie der Bewässerungsexperte aus dem rheinhessischen Ingelheim beim Geisenheimer Sonderforum "Bewässerung im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau" ausführte, haben die Trockenperioden zugenommen. Die verfügbare Feldkapazität - also die in den Böden verfügbare Wassermenge - sei stark rückläufig. Große Bedeutung komme auch einer gezielten Nutzung von Regenwasser zu. Mehr als die Hälfte des Trinkwassers könne dadurch eingespart werden.

Thomas Gerhardt leitet in Ingelheim als geschäftsführender Gesellschafter ein Unternehmen, das als einer der führenden Anbieter für Bewässerung, Teich- und Springbrunnenbau sowie Regenwassernutzung gilt.

Je nach Situation setzt Gerhardt auf Tröpfchenbewässerung oder oberirdische Beregnungsanlagen, wobei sein Unternehmen eines der Stützpunkthändler für Rain Bird Deutschland ist. Sein Credo: Mit professionellen Bewässerungssystemen lässt sich der Wert des Gartens steigern!

Viele Privatkunden seien überrascht, wenn sie erkennen, dass der Einbau von Bewässerungen weniger aufwändig ist als zunächst angenommen. Der Pflanzenbestand bleibe weitgehend unbeeinträchtigt, wenn die kleinen Gräben fürs Verlegen der Rohre gegraben werden.

Anbieter von Bewässerungssystemen müssen nach Angabe Gerhardts ihre Kunden auch gut beraten. Hierzu zählt der Hinweis, vor dem Winter über Ventile die gesamte Anlage zu entleeren.

Aus Gründen eines sparsamen Wasserverbrauchs spricht sich Gerhardt dafür aus, im Sommer die Bewässerungsgänge nachts durchzuführen. Dies, damit möglichst wenig Wasser verdunstet. Außerdem ist nachts der Leitungsdruck am höchsten. Ein Feuchtigkeitssensor regelt die Anlage und schaltet ab, wenn der Feuchtigkeitsgehalt im Boden hoch genug ist.

Professionell eingebaute Bewässerungssysteme sind nach Meinung Gerhardts für den Gartenbesitzer langfristig kostengünstiger als die selbsteingebauten Bewässerungen.