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Weihnachtsanbauer werden europäisch

Was sein muss, muss sein. Franz Raith, dem im August 2008 auf der Versammlung des Rates der Europäischen Weihnachtsbaumanbauer (CTGCE) am Abend der Weihnachtsbaummesse in Langesee gewissermaßen vorzeitig das Amt des ersten Vorsitzenden übertragen wurde, bestand bei der ersten offiziellen Versammlung unter seiner Leitung nachträglich auf einer ordentlichen Wahl. Sie war aber eine reine Formalität. Wie üblich, wurde das Treffen zeitlich vor jedes der deutschen Weihnachtsbaumanbauer gelegt, fand aber erstmalig nicht in Kassel, sondern auf dem Hof des Vorsitzenden Bernd Oelkers in Wenzendorf statt. Um eine gemeinsame Plattform und Arbeitsgrundlage zu haben, befassten sich die Anwesenden zunächst mit den Statuten des Rates und Änderungsvorschlägen, die anschließend einstimmig angenommen wurden. Wichtig: Das offizielle Büro befindet sich jeweils am Sitz der Vereinigung, die gerade den Vorsitz führt. Für die nächsten drei Jahre ist dies die Anschrift von Franz Raith in Rodingersdorf/Öster-reich. Die E-Mail-Adresse bleibt immer info@ctgce.com. Der bisherige Umweg über die Brüsseler Adresse des Europäischen Waldbesitzerverbandes und seiner Generalsekretärin Natalie Hufnagl wird als zu bürokratisch empfunden. CTGCE-Mitglied werden können nationale oder regionale Vereinigungen, nur in Ländern, in denen nichts dergleichen existiert, auch Einzelmitglieder. Die haben dann allerdings keine Stimme im Rat. Als 13. Mitglied wurde auf Antrag das Nicht-EU-Land Kroatien neu in den Rat aufgenommen. In mehreren regionalen und einer Landesvereinigung sind rund 900 Produzenten organisiert, die auf Kleinstflächen von durchschnittlich 0,7 Hektar Weihnachtsbäume produzieren. Zehn Anbauer haben mehr als fünf Hektar in Kultur.