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Weihnachtsbäume: Preise 2018 zumeist stabil

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Der Verkauf von Nordmanntannen von Erzeugern an den Handel erfolgt 2018 zu stabilen Preisen. Es herrscht zwar ein gewisses Überangebot, nicht jedoch an größeren Bäumen, bei denen sehr gute Qualitäten knapp sind. Die diesjährige Trockenheit wirkt sich voraussichtlich nicht auf Angebot und Preis aus.

Während für Weihnachtsbäume der ersten Qualität in diesem Jahr deutlich höhere Abgabepreise erwartet werden, sind geringere Qualitäten zu erheblich geringeren und uneinheitlichen Preisen erhältlich. Foto: Pixabay

Überangebot an Nordmanntannen

Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet, nahmen insbesondere Jungpflanzen Schaden, wodurch sich das Angebot in späteren Erntejahren verknappen könnte. Allerding gibt es auch 2018 ein Überangebot an Nordmanntannen. Grund dafür sind großflächige Neuanpflanzungen auf Windwurfflächen, die der Sturm Kyrill im Jahr 2007 hinterlassen hatte und die derzeit geerntet werden.

Sehr gute Qualitäten, vor allem bei größeren Bäumen, bleiben jedoch knapp. Die Preise beim Verkauf von den Produzenten an den Handel sind jedoch stabil. Für Nordmanntannen der Standardqualität (2. Wahl) liegt der Meterpreis bei Abnahmemengen von 100 bis 1.000 Stück im Großraum Bonn je nach Größe zwischen 5,60 und 8,90 Euro.

Weihnachtsbäume der ersten Qualität deutlich teurer

Für Weihnachtsbäume der ersten Qualität – dabei handelt es sich um formgeschnittene und am Terminaltrieb regulierte Bäume – hat die AMI deutlich höhere Abgabepreise zwischen 8,70 und 14 Euro je Meter ermittelt. Bei lokalen Händlern im Rheinland liegt der Preis im Endverkauf an den Verbraucher für Nordmanntannen der ersten und zweiten Wahl bei 17 bis 23 Euro je laufenden Meter.

Geringere Qualitäten werden zu erheblich geringeren und uneinheitlichen Preisen abgegeben. Der Druck steigt bei den Fachhändlern und Direktvermarktern, denn die Konkurrenz durch Discounter und Baumärkte nimmt weiter zu, auch der Online-Handel gewinnt weitere Marktanteile. Zudem werden Weihnachtsbäume regelmäßig vom Lebensmittelhandel und von Baumärkten in Preisaktionen beworben.

2017: 9,99 Euro für kleine Weihnachtsbäume

2017 erfasste das AMI-Panel Aktionspreise von nur 9,99 Euro je Stück für kleine Weihnachtsbäume mit einer Höhe zwischen 100 bis 115 Zentimeter. Nordmanntannen in der Höhe von 125 Zentimeter wurden mit 19,99 Euro je Stück beworben.

Die Erzeugerpreise für Nordmanntannen betragen laut Ami 2018 bezogen auf die Verkaufspreise für Weihnachtsbäume an den Handel in der Region Bonn für verschiedene Qualitäten und Größen bei Abnahme von 100 bis 1000 Stück (Größe gemessen vom Sägeschnitt hie zur halben Spitze):

Preise je Stück 1. Wahl/2. Wahl

  • 100 bis 125 cm: 9,90 bis 11 Euro/6 bis 8,50 Euro
  • 125 bis 150 cm: 11 bis 13 Euro/7 bis 10 Euro
  • 150 bis 175 cm: 15 bis 18 Euro/10 bis 13 Euro
  • 175 bis 200 cm: 17,50 bis 23 Euro/12,50 bis 17 Euro
  • 200 bis 225 cm: 21,50 bis 30 Euro/17 bis 20 Euro
  • 225 bis 250 cm: 24,50 bis 35 Euro/19 bis 21 Euro
  • 250 bis 300 cm: 28 bis 42 Euro/22 bis 25 Euro

Bei der 3. Wahl gibt es laut AMI folgende Verkaufspreise an den Handel in den Größenklassen: 100 bis 150 cm bei 5 bis 6 Euro je Stück, 150 bis 200 cm bei 6 bis 9 Euro; 200 bis 250 cm bei 8 bis 11 Euro und 250 bis 300 cm bei 10 bis 14 Euro.

Größte Anbaufläche in Nordrhein-Westfalen

Nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger werden in Deutschland jährlich rund 24 Millionen Bäume nachgefragt. Die deutschlandweit größte Anbaufläche mit etwa 18.000 Hektar hat Nordrhein-Westfalen. Allein das südwestfälische Sauerland produziert jährlich rund acht Millionen Weihnachtsbäume.

Nach Angaben des Landesverbands Gartenbau Nordrhein-Westfalen sind nur zwei bis fünf Prozent der diesjährigen Bäume nicht vermarktungsfähig.