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Weihnachtsbäume: Saison 2019 erfüllt Erwartungen

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Die Erwartungen der Weihnachtsbaum-Branche zur Saison 2019 haben sich laut Fazit des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger (BWS) bestätigt. Demnach handelte es sich um eine durchschnittliche Saison, die von stabilen Endverkaufspreisen bei gleicher Absatzmenge und hoher Baumqualität geprägt war.

Stabile Endverkaufspreise bei gleicher Absatzmenge und hoher Baumqualität: So fällt das Fazit zur Weihnachtsbaum-Saison 2019 aus. Foto: Pixabay

Jedes knapp 24 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland

Knapp 24 Millionen Weihnachtsbäume stehen jedes Jahr in deutschen Wohnzimmern, dabei hält der Trend zum kleineren Baum von 1,50 bis 1,75 Meter an. Verstärkt hat sich vor dem Hintergrund des Klimawandels und dem Wertewandel in der Gesellschaft die Nachfrage nach dem regional erzeugten Naturbaum, dem Bio-Baum und dem Weihnachtsbaum im Topf. Etwa ein Drittel der Bäume beziehen die Endverbraucher inzwischen direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben, rund zehn Prozent der Weihnachtsbäume wurden im vergangenen Jahr im Topf gekauft.

Auch der Online-Verkauf von Weihnachtsbäumen wachse kontinuierlich und lege weiterhin zu. Das Angebot werde immer umfangreicher und komfortabler, sodass inzwischen auch eine Lieferung von geschmückten Bäumen ins Haus möglich sei. Die verkaufsstärksten Tage lagen 2019 zwischen dem 15. und 20. Dezember. Darüber hinaus meldete der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger bei Nordmanntannen gestiegene Verkaufsmengen bei gleichen Restmengen, während der Blaufichten-Absatz weiterhin zurückging. Erfreulich sei auch das diesjährige positive Medienecho.

Deutschlandweit leichte Umsatzeinbußen beim Verkauf

Die Stimmen zur Saison aus den einzelnen Bundesländern bestätigten mit Abweichungen durch regionale Unterschiede das Gesamtbild. So scheinen deutschlandweit leichte Umsatzeinbußen beim Verkauf und Restmengen auf den Ständen sowie in den Gartencentern aufgetreten zu sein. Dies sei dem Mangel an Fachkräften und Service, aber auch der Produktgröße geschuldet.

Baden-Württemberg sprach trotz stabiler und leicht höherer Verkaufszahlen sowie knapper Mengen bei Bäumen über zwei Meter von einer schwierigen Marktlage mit unbefriedigendem Saisonergebnis bedingt durch jährliche Kostensteigerungen und unter Druck geratene Handelspreise. Immer mehr preisaggressive Anbieter drängten auf den Markt und verkauften die Bäume tendenziell preiswerter als traditionelle Anbieter.

Trend zum Bio-Weihnachtsbaum in Bayern besonders stark

Bayern meldete, dass der Trend zum Bio-Weihnachtsbaum aus regionalem Anbau besonders stark sei. Der Grund sei, dass Bayern als einziges Bundesland in Deutschland einheitliche Anbau- und Vermarktungsrichtlinien habe, die dem Kunden beste Qualität beim Baum und dessen Anbau zusichern. Rheinland-Pfalz berichtete von Preisen auf dem Niveau von 2018 und ausverkauften guten Qualitäten, auch der Absatz von Nobilis-Schnittgrün sei als positiv zu beurteilen.

Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen sahen Handel, Endverbraucher aber auch Direktvermarkter als Saisongewinner. Die Baumqualitäten sowie die Versandabwicklung hätten sich weiter verbessert. Angesprochen wurde auch die Nadelfall-Problematik durch zu frühen Einschlag. Schleswig-Holstein bilanzierte zufriedenstellende Absatzzahlen, bei höherer Qualität und stabilem Preisniveau, während Brandenburg-Berlin die steigende Nachfrage des Kunden zum Bio-Baum, zum Baum im Topf, zum Mietbaum sowie gestiegene Aufwendungen für den Standverkauf unterstrich.

Gute Weihnachtsbaum-Qualitäten könnten 2020 knapp werden

Für 2020 wird davon ausgegangen, dass gute bis sehr gute Qualitäten an großen Bäumen in großen Mengen knapp sein werden. Auch sei mit erhöhten Anbaukosten zu rechnen. Da die Mengen an neu gepflanzter Jungware in den vergangenen Jahren nicht ausgeweitet wurden und insgesamt durch die Dürre in 2018/2019 mit leichter Verknappung der Mengen zu rechnen ist, kann die Weihnachtsbaum-Branche unter der Voraussetzung, dass die Preise stimmen, positiv in die kommende Saison gehen.

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