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Weihnachtsbäume: Wochentage beeinflussen Geschäft

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Neben dem Wetter machen die Weihnachtsbaum-Verkäufer auch die jeweils anstehenden Wochentage vor Heiligabend verantwortlich dafür, ob der Endspurt im Baumverkauf erfolgreich war oder nicht. Die TASPO hat nachgefragt, welche Tageskonstellationen besonders günstig sind.

Am besten, Heiligabend fällt auf einen Mittwoch, waren sich die Teilnehmer der TASPO Umfrage zum Baumabsatz kurz vor Weihnachten einig. Foto: Pixabay

Heiligabend am besten am Mittwoch

Alle Befragten fanden – im Hinblick auf den Baumverkauf, dass es am besten sei, wenn Heiligabend auf einen Mittwoch fällt. Darüber hinaus gingen die Meinungen etwas auseinander.

Für Erich Hamberg (Name von der Redaktion auf Wunsch geändert) aus Baden-Württemberg ist auch noch der Donnerstag oder Freitag gut, weil dann eventuell die Tage Montag bis Donnerstag davor nochmals gut für den Verkauf sein können. Benedikt Schneebecke (Alt Steinhorst bei Rostock) nennt darüber hinaus den Dienstag. Darin ist er sich einig mit Gerald Mai (Werder/Havel). Dessen Begründung: Dann habe man – rückgerechnet – vier Adventswochenenden für Verkauf und Event-Veranstaltungen.

Lieber Urlaub als Weihnachtsbaum?

Negativ sei diese Wochentag-Konstellation hingegen, wenn man bedenkt, dass viele potenzielle Baumkäufer sich lieber für einen Urlaub als einen Weihnachtsbaum entscheiden, weil man bei einem Heiligabend an einem Dienstag oder Mittwoch mit nur wenigen Urlaubstagen mindestens eine komplette Woche zusammen bekommt. Das verringert die Käuferzahl, so Mais Erfahrung.

Heiligabend an Donnerstag oder Freitag sind für den Brandenburger auch noch günstig, weil sich davor eine lange Verkaufswoche ergibt. Dadurch sei die Organisation von eventuellen Nachlieferungen auf den Verkaufsplätzen besser möglich. Letztendlich sei aber die verkaufte Anzahl Bäume bei allen Wochentag-Konstellationen für den Heiligabend ähnlich. Es gehe vor allem darum, die Logistik hinzubekommen und das vierte Adventswochenende noch gut nachklingen zu lassen.

Wochenenden für Verkauf unbeliebt

Am schlechtesten für den Absatz von Weihnachtsbäumen ist, wenn Heiligabend auf einen Samstag fällt, sind sich Schneebecke und Hamberg einig. Kunden, die einen möglichst frischen Baum haben wollen, hätten dann nur die normalen sechs Wochentage zuvor Zeit für ihren Baumkauf.

Oder es dränge sich der Verkauf dann extrem am vorhergehenden Samstag, so Schneebecke. „Fällt der Heiligabend auf Montag bis Mittwoch, haben wir stattdessen zwei sehr starke Samstage zum Verkaufen. Das ist wichtig, falls einer der Samstage ,ins Wasser fällt‘ und die Kunden wegen Sauwetter nicht bei uns Standbetreibern, sondern unter Dach im Baumarkt oder Gartencenter kaufen.“

Hamberg empfindet außerdem einen Heiligabend auf einem Sonntag oder Montag (wie es 2018 der Fall ist) als ungünstig. Der Abbau der Stände laufe am letzten Verkaufstag bereits ab 10 Uhr, und der 24. Dezember sei generell kein umsatzstarker Tag. Gerald Mai pflichtet ihm bei: „Das Geschäft läuft schlechter, wenn der 24. Dezember und der vierte Advent auf einen Tag fallen.“ Dann fehle ein komplettes Verkaufswochenende.

„Die meisten gehen am Samstag und Sonntag vor Heiligabend weg“

Andere Erfahrungen hat Florian Brand: „Wenn Heiligabend auf einen Montag fällt, verkaufen wir etwa 50 Prozent der Bäume in der letzten Woche. Die meisten gehen am Samstag und Sonntag vor Heiligabend weg. Das erschwert allerdings die Kalkulation und das Nachordern von Bäumen.“ Auch Brand bestätigt, dass der Baumkauf dann in Konkurrenz zu einem Kurzurlaub bis Neujahr steht. „Unsere Verkaufszahlen sind in solchen Jahren insgesamt ein wenig schwächer.“

Unsere komplette Umfrage zum Weihnachtsbaum-Verkauf ist im aktuellen TASPO WeihnachtsBaum am 21. September erschienen. Darin lesen Sie unter anderem, zu welcher Uhrzeit endgültig Schluss ist am letzten Verkaufstag und welche Verbesserungs- oder Veränderungswünsche die Befragten im Hinblick auf den Baumverkauf an den letzten beiden Tagen vor Heiligabend haben.