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WeihnachtsBaum: Auch 2006 werden Preissteigerungen erwartet

Die besondere Aufmerksamkeit der Zuhörer während der Tagung der europäischen Christbaum-Anbauer, die im August in Österreich ausgerichtet wurde, gehörte während des Vortragstages dem letzten Redner Kai Østergaard. Der Direktor des Dänischen Weihnachtsbaum-Anbauerverbandes, blickte noch einmal auf die vergangene Saison zurück ("Hatten wir 2005 Recht?") und gab aufgrund der gegenwärtig vorhandenen Daten und Schätzungen einen Ausblick. Dänemark ist das einzige Land, das überhaupt regelmäßige Marktbefragungen durchführt und seine Prognosen veröffentlicht.

Bezogen auf die Saison 2006 erwartet der dänische Experte eine steigende Nachfrage nach Nordmanntannen und ein zu geringes Angebot an B-Bäumen für die Ketten aufgrund der zu intensiven Beerntung in 2005. Dieser Mangel an B-Bäumen werde Druck auf die Qualitätsgrenze zwischen A- und B-Bäumen verursachen, zum Nachteil der Produzenten, prophezeite Østergaard. Er erwartet mit ziemlicher Sicherheit auf Großhandelsebene in diesem Jahr Preiserhöhungen von einem Euro bei A-Bäumen und rechnet auch bei B-Bäumen mit Preiserhöhungen, bestenfalls von 50 Cent pro Baum.

Dänische Untersuchungen in über 20 europäischen Ländern, von Island bis zu den baltischen Ländern, haben einen Produktionsumfang von 63,11 Millionen Bäumen ergeben und einen Bedarf von fast 69 Millionen Bäumen. Der Anteil an Nordmanntannen schwankt in den einzelnen Ländern stark zwischen 85 Prozent in Dänemark und weniger als fünf Prozent in Finnland. "Es ist also ein Markt vorhanden!" schlussfolgerte Østergaard.