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Weihnachtsbaum-Produzenten sind mit der Saison 2008 gut zufrieden - für 2009 ist Sensibilität gefragt

Die europäischen Weihnachtsbaum-Produzenten waren insgesamt mit den abgesetzten Mengen und Preisen in der Saison 2008 zufrieden, so die Bilanz auf dem Treffen der Europäischen Weihnachtsbaumanbauer (CTGCE). Die Großhändler haben alles abgenommen. Extreme Qualitätsausreißer nach unten wie in der Saison 2007 gab es aber nicht. Die Verbraucher schauen schon auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn das nicht passt, bleiben die Bäume stehen, so geschehen beispielsweise in Österreich, wo die Supermärkte bis zu 40 Prozent weniger Bäume verkauft hätten. Karl Schuster meldete aus Niederösterreich Mengenrückgänge von zehn Prozent bei Baumärkten, die schlechtere Baumqualitäten anboten. Ein Vorteil für die Direktvermarkter und Händler, die dadurch stärker frequentiert wurden.

Laut Kai Østergaard wurden 2008 in Europa 31 Millionen Nordmanntannen verkauft, einschließlich der qualitativ schlechteren. Seine Bedarfsprognose für 2009: 35 Millionen, weil der Export nach Osteuropa steigen wird. Dort eröffnen sich gute Geschäftsmöglichkeiten, weil bei geringeren Qualitätsansprüchen als in Westeuropa die Preise gegenwärtig wesentlich höher liegen - was nicht unbedingt so bleiben muss. Der dänische Export nach Rumänien ist jedenfalls rasant gestiegen, auch wenn von den 25 Millionen Rumänen nur ein kleiner Teil Geld für einen Weihnachtsbaum erübrigen kann und die Mengen nicht vergleichbar sind mit anderen Ländern. Auch Bulgarien entwickelt sich zu einem interessanten Absatzland.