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Weihnachtsbaummesse: Guter Besuch und gute Stimmung

Sehen und gesehen werden, neue Kontakte knüpfen und alte auffrischen, Neuigkeiten aus der Branche hören und weitererzählen, neue Entwicklungen auf dem Maschinen- und Zubehörmarkt vorstellen und begutachten - das sind die Gründe, die jedes Jahr seit 1992 am zweiten Donnerstag im August die Branchenangehörigen Europas auf die dänische Insel Fünen nach Langesø treibt.

Besucherzahlen mit rund 2500 und Ausstellerzahlen mit knapp 120 entsprachen in etwa denen des Vorjahrs. Deutlich sichtbar war eine wachsende Internationalität. Das Besucherspektrum zeigte aktuell mehr Vermarkter und Interessenten aus dem gesamten Forst- und Waldwirtschaftsbereich, während es früher primär Förster und ihre Waldarbeiter waren.

Trotz unterschiedlicher Beurteilungen des Marktgeschehens ist die Grundstimmung unter den Weihnachtsbaum-anbauern gut, die Erwartungen an die kommende Saison hoch. Die von manchen Anfang des Jahres als mutig und zu hoch eingestuften Preiserwartungen verfestigen sich immer mehr zu Tatsachen. Aussteller berichteten über überdurchschnittliche Verkaufsabschlüsse und ein insgesamt reges Messegeschäft. Am traditionellen, innerdänischen Wettbewerb um die schönste Nordmanntanne nahmen Bente und Kenneth Krogh aus Hammel in Jylland in diesem Jahr erstmalig teil und konnten ihn gleich klar für sich entscheiden. Ihre Tanne erhielt 40 Prozent mehr Stimmen als die Zweitplazierte. Noch in den Vorjahren hat Bente Krogh sich dem Vor-Urteil seiner Frau gebeugt, die seine Bäume als nicht schön genug für eine Teilnahme am Wettbewerb fand. In diesem Jahr nun war seine Frau verreist - und er holt sich gleich den Siegertitel. Diese und auch die Zweitplatzierte Tanne waren übrigens naturgewachsen, also nicht formgeschnitten. Heißt der neue/alte Trend etwa "Natur gewinnt!"?