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Weihnachtsbaumsaison eröffnet: Trend zur Regionalität

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Weihnachten steht bereits vor der Tür, bereits in sechs Wochen ist es soweit. Die Saison für Weihnachtsbäume steht damit auch in den Startlöchern. Die Erzeuger blicken auf eine herausfordernde Produktion zurück, die von Trockenheit und der Corona-Pandemie geprägt wurde.

Die Weihnachtsbaumsaison gilt offiziell für eröffnet. Foto: Gartenbau NRW

Trend zur Regionalität und Nachhaltigkeit

In Deutschland werden vor dem Weihnachtsfest jedes Jahr rund 26 Millionen Bäume verkauft, von denen ein großer Teil heimisch produziert wird. Ein Großteil dieser regional erzeugten Bäume stammt aus dem Sauerland in Nordrhein-Westfalen. Rund 25 Prozent der Bäume werden mittlerweile direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben gekauft, weitere 25 Prozent werden im Straßenhandel veräußert. Die übrigen 50 Prozent kommen aus den Garten-, Bau- und Supermärkten. Der in den vergangenen Jahren erkennbare Trend zur Regionalität wird auch in diesem Jahr bei den Verbrauchern anhalten. In ihrer Gunst steht die Nordmanntanne als beliebtester Weihnachtsbaum ganz oben, gefolgt von Blaufichte und Nobilis. Neben der Regionalität spielt beim Verbraucher auch das Thema Nachhaltigkeit eine immer entscheidendere Rolle. Gerade die Vermeidung von Plastik rückt auch in der Adventszeit immer weiter in den Fokus.

Corona fordert auch die Weihnachtsbaumerzeuger heraus

Die Corona-Pandemie hat auch die Weihnachtsbaumproduzenten gefordert. Die Einschränkungen der Reisefreiheit sorgten im März bei den Erzeugern ebenfalls für Engpässe, ähnlich wie im Gemüsebau. Doch nicht nur Corona sorgte für viele Betriebe für Herausforderungen, auch der Klimawandel machte den Weihnachtsbaumerzeugern zu schaffen. Extreme Trockenheit und Hitze forderten die Betriebe, dennoch haben die Bäume die Wetterkapriolen in diesem Jahr überwiegend gut überstanden. Allerdings werde es in diesem Jahr eine Preissteigerung bei den Weihnachtsbäumen geben, Grund dafür seien die durch Corona bedingten Hygienemaßnahmen, sowie die erhöhten Aufwendungen bei der Unterbringung der Mitarbeiter. „Die Preisspanne liegt voraussichtlich zwischen 20 bis 27 Euro pro laufender Meter für eine Nordmanntanne. Schwierig ist es für uns als Weihnachtsbaumerzeuger abzuschätzen, wie der Verkauf vor Ort laufen wird. Corona bedingt kann es jederzeit zu Einschränkungen kommen. Deshalb haben wir uns so vorbereitet, dass wir flexibel liefern können, damit jeder seinen frischen Weihnachtsbaum für das Fest erhält“, erklärt Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW.

Wenige Aufträge für Weihnachtsbaumkönigin

Traditionell schlug die amtierende Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann gemeinsam mit Hennecke zum Saisonauftakt den ersten Baum. In diesem Jahr steht aber auch ihre Amtszeit unter dem Einfluss von Corona. „Normalerweise wäre ich als Botschafterin für den echten Weihnachtsbaum in den nächsten Wochen bei Saisoneröffnungen und Weihnachtsmärkten unterwegs. Das fällt in diesem Jahr alles weg. Ich hoffe aber, dass die Menschen mit ihren Familien zu Hause ein wunderschönes Weihnachtsfest feiern können. Und für mich gehört da ein Weihnachtsbaum einfach dazu“, so Stegemann.  

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