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Wieder schwere Hagelschäden: Schwerpunkt im Münsterland

Die Kette weiterer, unwetterbedingter Schadenmeldungen bei der Gartenbau-Versicherung reißt nicht ab. So zog am Sonntag Nachmittag eine Gewitterfront von den Niederlanden kommend über den Nordwesten Deutschlands hinweg. Bis zu Golfball große Hagelkörner, Starkregen und Gewitterböen verursachten dabei den Angaben zufolge schwerpunktmäßig im Kreis Steinfurt (Münsterland) und hier speziell bei Hörstel/Bevergern erhebliche Schäden in Gartenbaubetrieben. Nach dem Stand von Dienstag dürften in Nordrhein-Westfalen bis ins westliche Niedersachsen reichend insgesamt rund 100 Gartenbaubetriebe von Schäden betroffen sein. Aus dem Münsterland bekam die Gartenbau-Versicherung bisher 25 Schäden in Gärtnereien gemeldet. Nach vorsichtiger Schätzung dürften sich diese zusammen auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen. Zwei Drittel dieser Summe entfiel dabei auf Schäden in Bevergern, hierbei kam es bei fünf Betrieben weitgehend zu Totalschäden. Die restlichen 500000 Euro verteilten sich auf Streuschäden im gesamten Münsterland. Weitere Schadensmeldungen erreichten die Gartenbau-Versicherung aus dem Ruhrgebiet. Hier verursachte das Unwetter bei rund 30 Betrieben Schäden in Höhe von vermuteten mehreren Hunderttausend Euro. Weiter nach Südwesten abziehend überzog die Gewitterfront schließlich noch Teile des südlichen Niederrheins. Betroffen waren hier, so heißt es weiter, vor allem Gartenbaubetriebe im Kreis Viersen (Brüggen) bis östlich nach Heinsberg reichend. Bei den etwa 30 geschädigten Betrieben handele es sich vor allem um Glasschäden von je 50 bis 2.500 zerstörten Scheiben. Darüber hinaus wurden der Gartenbau-Versicherung teils auch größere Freilandschäden gemeldet. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Aussage über das finanzielle Ausmaß der Schäden gemacht werden.