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Wirtschaftskraft von Bildung abhängig

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Berufliche Bildung ist kein Selbstzweck, sondern Basis für die Wirtschaftskraft der gartenbaulichen Unternehmen. Das betonte Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), bei einer Feier zum 50-jährigen Bestehen der Bildungsstätte Gartenbau.

Feierte jetzt 50-jähriges Bestehen: die Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg. Foto: Edwin Hanselmann

Die ZVG-Mitgliederversammlung hatte 1965 beschlossen, eine berufseigene Bildungsstätte ins Leben zu rufen. Für diesen Zweck wurde damals die Landwirtschaftsschule Grünberg gepachtet, umgebaut und im März 1966 der neuen Bestimmung übergeben. Fünf Jahre später kaufte man die Immobilie.

Bildungsstätte als „Stätte der Begegnung“

Die Bildungsstätte versteht sich nicht zuletzt als „Stätte der Begegnung“. Wie Mertz erwähnte, kamen in den 50 Jahren mehr als 150.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diese Einrichtung. Zur wirtschaftlichen Basis der Bildungsstätte tragen neben den Seminar- und Lehrgangsgebühren sowie den Einnahmen aus Unterkunft und Verpflegung auch Spenden und Förderbeiträge bei.

Das Programm der Bildungsstätte versteht sich als Mischung aus Eigenveranstaltungen der Bildungsstätte, Veranstaltungen durch berufsständische Gruppen sowie „Gast-Gruppen“.

Staatssekretär Dr. Robert Kloos vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bezeichnete die Grünberger Bildungsstätte als „Inbegriff der Fortbildung, damit eine der Keimzellen für die Zukunft des deutschen Gartenbaus“. Auch künftig ausreichend und gut qualifizierte Fachkräfte zu haben, sei eine große Herausforderung für den deutschen Gartenbau.

Beruf Gärtner: Rückgang der Azubi-Zahlen bereitet Sorgen

Der starke Rückgang der Auszubildendenzahl im Beruf Gärtner/Gärtnerin bereite Sorgen. Wie Kloos hierbei erwähnte, nennt die kürzlich herausgegebene jüngste Ausbildungsstatistik noch 12.804 Gartenbau-Auszubildende (Stichtag: 31. Dezember 2014). Damit waren es über 5.500 Auszubildende weniger als im Jahr 2007.

Kloos: „Nur auf der Grundlage kontinuierlichen Nachwachsens von Fach- und Führungskräften wird es auch künftig möglich sein, erfolgreich qualitativ hochwertige Pflanzen zu produzieren und komplexe Dienstleistungen anzubieten.“

ZVG-Präsident Mertz hob hervor, Kenntnisse und Fähigkeiten der im Gartenbau tätigen Menschen seien für die Zukunft der Unternehmen dieses Berufes besonders wichtig: „Neben der Wertsetzung der gärtnerischen Produkte und Dienstleistungen sowie der Steigerung der Effizienz, entscheiden das Know-how und die Kompetenzen der Unternehmer und Mitarbeiter über den Erfolg.“

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der TASPO 29/2016, die am 22. Juli erschienen ist.