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Wohnen im Gewächshaus

Seit 1998 leben die Innenbegrüner Lutz-Peter und Beate Kremkau in dem selbst entwickelten „Wohngewächshaus mit Ganzjahresgarten“ und zeigen, dass man diese Form des Wohnens mit grünem Mehrwert erfolgreich praktizieren kann. Weitere vier Häuser wurden für Privatleute quer über Deutschland verteilt gebaut. Eigentlich ein möglicher Wohntrend, von dem Gärtner profitieren könnten! Wir zeigen Ihnen die Grundlagen des Systems. Zunächst wurde ein einschiffiges, konventionelles Gewächshaus aus verzinkten Stahlprofilen mit acht Metern Firsthöhe errichtet, allerdings mit asymmetrischer Dachform (mehr Dachfläche nach Süden). Eine durchgehende, beidseitige Firstlüftung sowie eine Stehwandlüftung über die ganzen 20 Meter der Südseite sorgen für ausreichend Luftwechsel. Danach konnte wettergeschützt in den 360 Quadratmetern Grundfläche des Gewächshauses in der Nord-Ost-Ecke ein drei Meter hoher Bungalow mit 135 Quadratmetern Wohnfläche ohne Keller gebaut werden. Die holzverkleidete Außenhaut des Bungalows bildet die Nordstehwand des Gewächshauses. Warum gibt es angesichts dieser überzeugenden Tatsachen nicht schon mehr Wohngewächshäuser? Kremkau dazu: „Die Baugenehmigung war aufgrund der ungewöhnlichen Optik und des neuartigen Konzepts langwierig. Man muss viel reden und durch gute Visualisierungen Überzeugungsarbeit leisten. Aber letztendlich ist vieles Verhandlungssache!“ Heute schätzt er den Baupreis eines vergleichbaren Hauses inklusive Pflanzen auf 300000 bis 400000 Euro. Durch Eigenleistung konnte er bei seinem Haus deutlich darunter bleiben. Als mögliche Nutzer dieses Konzepts kann sich Ehepaar Kremkau neben Privatleuten auch Wohnungen für Senioren oder geschäftliche Nutzungen wie Arztpraxen und Büros vorstellen.

Kontakt: Wer sich näher für das Wohngewächshaus interessiert, kann sich wenden an Beate Sihler-Kremkau, Bindersche Straße 1, 31188 Holle, Tel.: 05062-8125, E-Mail: mail@kremkau.de, Internet: www.kremkau.de.