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Wolbeck kämpft um Erhalt ohne Abstriche: Pressekonferenz mit Kammerpräsident im GBZ Wolbeck

Um noch einmal die Bedeutung des Gartenbauzentrums deutlich zu machen, hatte der Förderverein Gartenbauzentrum (GBZ) Münster-Wolbeck vergangene Woche zu einer Pressekonferenz vor Ort eingeladen. Kammerpräsident Karl Meise wies erneut auf die „Riesenschwierigkeiten finanzieller Art“ hin, welche die Kammer nach wie vor plagen. Trotz Einsparungen gebe es ein Defizit von zwölf Millionen Euro für 2004, 2005 werden es 17 Millionen sein. Bereits über 200 Mitarbeiter seien freiwillig ausgeschieden. „Und das reicht noch nicht aus“, sagte Meise. Ende Januar habe es Gespräche mit der Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn gegeben. Vor allem der Anteil Landesmittel von 48 Prozent zu 52 Prozent Selbstfinanzierung müsse auf den Prüfstand. Hier habe sich bereits einiges verschoben, so Meise. Aufgaben, die eigentlich Landeshoheit sind, könne nicht die Kammer allein finanzieren. Zugleich sei er froh, dass die Ministerin sich zur praktischen Arbeit in der Fläche, also dezentral, bekannt habe. In ihrer Zwölf-Punkte-Erklärung am Rande der Grünen Woche in Berlin heißt es dazu: „Priorität muss sein, dass die Arbeit in der Fläche fortgesetzt wird. Die Fusion ermöglicht weitere Einsparpotenziale, weil noch vorhandene Doppelarbeit in den beiden Kammerzentralen überflüssig wird.“ Sparen lasse sich dadurch, „dass die Zentralen verschlankt und zusammengeführt werden“. Die jetzigen Verwaltungsstellen Münster und Bonn sollten zusammengelegt, die Gebäude verkauft werden. Ein neuer Standort für eine Zentrale müsse mit 150 bis 200 Mitarbeitern statt 400 auskommen, Lehr- und Versuchsanstalten sollten erhalten bleiben, Kreisstellen zu diesen hin verlegt werden. Kammerpräsident Meise baut auf ein erneutes Gutachten, welches das NRW-Finanzministerium in Auftrag gegegeben hat. Wohl erst im Sommer ist mit Ergebnissen zu rechnen.