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Wolfenbüttel: Verein erwirbt altes Gärtnerhaus für Gärtnermuseum

Grund zur Freude hat der Verein Gärtnermuseum Wolfenbüttel, konnte er doch zum Jahresende einen für die Region typischen Streckhof erwerben. Dieses Gebäude soll nun schrittweise saniert werden, um dann ein Gärtnermuseum darin einzurichten. In Wolfenbüttel hatte sich der Gartenbau vom 18. bis ins 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt, der auch zur Ansiedlung von Folgeindustrien wie der Konservenindustrie führte. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Landkreis Wolfenbüttel mit Schwerpunkt auf dem Stadtgebiet das größte Gemüseanbaugebiet Niedersachsens. Es gab 131 Gartenbaubetriebe. Heute existieren nur noch eine Handvoll. Der Verein war 2001 gegründet worden mit dem Ziel, einen der ehemals zahlreichen Streckhöfe zu erwerben und für die Nachwelt zu erhalten. Bei diesem Gebäudetypus handelt es sich um ein giebelständig zur Straße ausgerichtetes, zweigeschossiges Wohnhaus, an das sich Wirtschaftsteil und Stallungen reihen. Der nun erworbene Streckhof stammt aus dem Jahr 1800 und steht unter Denkmalschutz. Das alte Gärtnerhaus soll schrittweise soweit nötig instand gesetzt werden. Anschließend soll es als Gärtnermuseum eingerichtet werden, um an diesen für die Stadt Wolfenbüttel einst bedeutenden Wirtschaftszweig zu erinnern. Möglich wurde der Ankauf durch einen Zuschuss der Stadt Wolfenbüttel in Höhe von 35000 Euro sowie durch Unterstützung der Stiftung der Volksbank Braunschweig Wolfsburg in gleicher Höhe. Das dritte Drittel des Kaufpreises brachte der Verein selbst auf durch verschiedene Aktionen, Teilnahme an Veranstaltungen sowie Spenden der Vereinsmitglieder und aus der Bevölkerung. Mehr Informationen zum Verein sowie das Spendenkonto finden Sie im Internet unter www.gaertnermuseum. de.