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Württembergischer Gärtnereiverband: Auf zu neuen Strukturen

Der Beruf wandelt sich, das Dienstleistungsspektrum nehme noch enorm zu, die Entwicklung zu weniger und dafür größeren Betrieben werde sich fortsetzen. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse will der Württembergische Gärtnereiverband seine Struktur ändern. Die von mehreren Arbeitsgruppen ausgearbeiteten Einzelheiten hierzu wurden beim Zierpflanzenbautag Baden-Württemberg 2012 (11. Dezember in Mühlacker) vorgestellt.

Wie Verbandspräsident Hartmut Weimann anmerkte, haben haupt- und ehrenamtliche Repräsentanten des Verbandes Badischer Gartenbaubetriebe die Ausarbeitung der neuen württembergischen Verbandsstruktur mit begleitet. Sowohl in Baden als auch in Württemberg würden die Vorschläge nun in den im Frühjahr 2013 anstehenden Kreisgruppen-Versammlungen diskutiert.

Zur weiterhin offenen Frage einer Verbandsfusion führte Weimann hierbei aus: „Wir können einen gemeinsamen Verband in Baden-Württemberg nur realisieren, wenn wir uns von der Basis her aufeinander zubewegen und die Strukturen dafür kompatibel sind.“

Kernstück der neuen württembergischen Verbandsstruktur werden drei Kompetenz-Center (KC) sein:

  • KC Unternehmen,
  • KC Dienstleistung,
  • KC Produktion.

Diese KC sind zuständig für die Vertretung der Mitgliederinteressen nach innen.

Innerhalb des KC Unternehmen soll es drei Fachorgane (FO) geben: Berufsbildung, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung. Das KC Dienstleistung will man nach den Fachorganen Großhandel, Einzelhandel/Service, Friedhofsgärtner gliedern. Beim KC Produktion sind die Fachorgane Kulturverfahren, Produktionseinrichtungen sowie Gehölze/Stauden vorgesehen.

Die weitere Struktur wurde am Beispiel des Kompetenz-Centers Unternehmen dargestellt. Es soll demnach drei Sprecher plus drei stellvertretende Sprecher haben, außerdem ist jedem KC ein Hauptamtlicher zugeordnet. Jeweils einer der drei Sprecher und Stellvertreter gehören zu einem der drei Fachorgane.

Was die Themenbereiche angeht, so befasst sich beispielsweise das Fachorgan Berufsbildung unter anderem mit Aus-, Fort- und Weiterbildung, Berufs- und Fachschulen, Ausbildungsberatung, Nachwuchsgewinnung.

Zum FO Nachhaltigkeit wurden Themenkomplexe wie Umweltschutz, Recycling, Abfallentsorgung, Energiesparen, alternative Verfahren genannt.

Die Stichworte zum FO Unternehmensführung lauteten: Mitarbeiter, Tarif, Steuern, Recht, Information, Marketing, PR, Betriebswirtschaft, Versicherungen, Qualitätsmanagement, Immobilien, Investitionen.

„Generell müssen wir möglichst spartenübergreifend denken“ – sagte Weimann. Und es komme darauf an, jüngere Berufskollegen verstärkt für die Mitarbeit im Verband zu gewinnen. (eh)