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Xylella an Oleander in Sachsen entdeckt

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Das gefährliche Bakterium Xylella fastidiosa ist jetzt in einer Gärtnerei im sächsischen Vogtland aufgetreten. Eine untergestellte Oleander-Pflanze aus Privatbesitz hatte dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zufolge verdächtige Befalls-Symptome gezeigt. Als Konsequenz hat die Behörde jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen.

Im sächsischen Vogtland wurde jetzt das Bakterium Xylella fastidiosa an einer Oleander-Pflanze entdeckt. Foto: Pixabay

Sachsen: Laboruntersuchung bestätigt Xylella-Verdacht

Der Xylella-Verdacht hat sich nach Angaben der LfULG in der Laboruntersuchung bestätigt. Weil das Bakterium als besonders gefährlich gilt und in der EU als Quarantäneschädling eingestuft ist, hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie umgehend eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit gestern in Kraft ist.

Das Grundstück, auf dem die befallene Oleander-Pflanze untergebracht war, hat die Behörde zur Befallszone erklärt. Das bedeutet, dass sämtliche Oleander-Pflanzen innerhalb der Befallszone sowie im Umkreis von 100 Metern darum vernichtet werden müssen. Außerdem darf in der Befallszone kein neuer Oleander gepflanzt oder aufgestellt werden.

Zudem nimmt das LfULG von allen spezifizierten Pflanzenarten – darunter Süß- und Sauerkirsche, Brombeere, Himbeere, Tomate, Wein, Weide, Ahorn, Rose, Lavendel, Efeu und Brennessel – Proben und lässt diese im Labor auf Xylella fastidiosa untersuchen.

Zehn Kilometer breite Pufferzone soll Verschleppung von Xylella verhindern

Um eine Verschleppung des gefährlichen Bakteriums zu verhindern, hat die LfULG eine zehn Kilometer breite Pufferzone um die Befallszone herum eingerichtet. Pflanzen dürfen weder von der Befalls- in die Pufferzone noch aus der Pufferzone heraus gebracht werden. Ausnahmen von dieser Regelung kann die LfULG auf Antrag genehmigen.

Xylella fastidiosa befällt viele Pflanzenarten und verursacht schwere Schäden an Kulturpflanzen. Erstmals in der EU aufgetreten ist das Bakterium im Oktober 2013 in der süditalienischen Region Apulien. Hunderte Olivenbäume sind der Krankheit damals zum Opfer gefallen.

Die jetzt in Sachsen zum ersten Mal nachgewiesene Unterart Xylella fastidiosa subsp. fastidiosa ist vor allem für Wein, Obstbäume sowie viele weitere Pflanzen gefährlich.