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Konsumzurückhaltung: Service als Gegenmittel

Fachhändler müssen mehr Serviceleistungen anbieten und diese auch kommunizieren. Darauf verweist das Beratungsunternehmen BBE Retail Experts. Der Anteil des Einzelhandelsumsatzes am privaten Verbrauch gehe in Deutschland stetig zurück. Die zukünftige Entwicklung wird durch den demografischen Wandel verschärft. Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung nimmt kontinuierlich zu, und das bei voraussichtlich sinkender Einwohnerzahl. Dabei verändern sich auch die Konsumgewohnheiten der Verbraucher angesichts zunehmenden Alters. Klassische Einzelhandelsgüter werden tendenziell weniger nachgefragt, wohingegen Dienstleistungen infolge gesicherter Einkommen, zunehmender Bequemlichkeit, aber auch körperlicher Gebrechen immer wichtiger werden.

Im Dienstleistungsbereich liege die Chance des Fachhandels, da zudem der Marktauftritt mit dem Preis die Domäne der Großbetriebsformen des Handels sei, vor allem der Discounter und Fachmärkte. Dagegen seien Erlebnis, Unterhaltung und Convenience Domänen des Fachhandels. Auslöser für eine echte Kundenbindung durch Kundenbegeisterung sei jedoch erst das Angebot von Serviceleistungen, die das Geschäft vom Wettbewerb abheben. Ein großer Fehler des mittelständischen Fachhandels ist laut BBE die oftmals mangelhafte Kommunikation des Dienstleistungsangebotes durch Werbung und Mitarbeiter (Quelle: BBE-data kompakt).