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Zentralverband Gartenbau: Empfehlungen "nicht zu Ende gedacht"

Empfehlungen zu Argarwissenschaften und auch den Gartenbauwissenschaften hat jetzt der Wissenschaftsrat vorgelegt und dabei unter anderem die Auflösung der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin empfohlen. In einer ersten Stellungnahme bewertet Dr. Siegfried Scholz, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), die Empfehlungen als "nicht zu Ende gedacht".

Der ZVG bemängelt die aus seiner Sicht unzureichende Einbindung von Gartenbauwissenschaftlern in die Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrates. Zusammen mit der Tatsache, dass nicht alle Standorte besucht worden seien, müsse die Frage erlaubt sein, ob die Daten und die daraus erstellten Ergebnisse belastungsfähig genug sind, die teilweise doch sehr konkreten Empfehlungen zu begründen.

Der ZVG hat laut Scholz immer wieder deutlich gemacht, dass er Konzentrationen für sinnvoll erachtet, wenn dadurch leistungsfähige Einheiten erhalten bleiben oder geschaffen werden. Die nun vom Wissenschaftsrat vorgestellten Empfehlungen, insbesondere die Streichung der Gartenbauwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin, aber auch die Aufgabe von Gartenbaufächern, beispielsweise in Bonn und Hohenheim würden jedoch einer Reduzierung der personellen Kapazitäten von rund 40 Prozent entsprechen. Dies sei für den Gartenbau nicht hinnehmbar. Bei den weiteren Beratungsschritten, insbesondere in dem vom Wissenschaftsrat vorgeschlagenen "Koordinierungs- und Beratungsgremium", sei zu fordern, dass Vertreter des Gartenbaus in ausreichendem Maße vertreten sind.