Zierpflanzen-Absatz in Deutschland steigt wieder

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Seit Mai geht es mit dem Absatz von Zierpflanzen bundesweit wieder aufwärts. Symbolbild: Christin Noelle/Unsplash

Wie sieht die aktuelle Situation der Zierpflanzen-Betriebe in Deutschland aus? Die TASPO hat sich bundesweit umgehört und gartenbauliche Berater nach der aktuellen Lage der Produzenten befragt. Nachdem das Geschäft mit den Frühjahrsblühern zu Beginn der Pandemie mit Verlusten gekennzeichnet war, ging es rund um Muttertag gut bis steil bergauf, und die Betriebe erholen sich.

In Bayern und NRW normalisiert sich der Zierpflanzen-Absatz

Von Süden nach Norden lässt sich wieder Positives vermelden: Klaus Schäfer vom Erzeugerring für Blumen und Zierpflanzen für Unterfranken und Mittelfranken etwa berichtet, dass der Absatz nach dem scharfen Lockdown in Bayern vor Ostern zwar komplett zusammengebrochen war und viele Pflanzen vernichtet werden mussten, nun aber seit dem Muttertagsgeschäft die Verkäufe wieder gut ansteigen. Insbesondere der Absatz der Beet- und Balkonpflanzen ist positiv, so Schäfer, sogar noch besser als im Vorjahr.

Markus Baumgärtner, der für die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berät und im Versuchszentrum Gartenbau Straelen/Köln-Auweiler tätig ist, erklärt, dass die Zierpflanzen-Produzenten am Niederrhein durch die Covid-19-Pandemie zwar eine turbulente Zeit hinter sich haben, sich die Absätze der Zierpflanzen seit Anfang Mai aber wieder normalisieren.

Geschäft mit Beet- und Balkonpflanzen läuft seit Mai besonders gut

Laut Jan Behrens, Berater des Gartenbau-Beratungsrings Oldenburg in der Weser-Ems-Region, musste die Produktion in den Zierpflanzen-Betrieben im März und April heruntergefahren werden, ausgelöst durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie. Zimmerpflanzen finden seitdem schlechten Absatz, sodass Pflanzen vernichtet werden mussten. Positiv anzumerken ist, dass sich die Beet- und Balkonpflanzen seit Mai großer Beliebtheit erfreuen.

Joachim Lissner, Geschäftsführer des Landesverbands Gartenbau Thüringen, berichtet von einem guten bis sehr guten Absatz von Zierpflanzen seit Anfang Mai. Sowohl das Geschäft mit Beet- und Balkonpflanzen, als auch der Verkauf von Stauden läuft besonders gut.

Wechsel auf Sommer-Sortiment lässt Absatz in die Höhe schießen

Carsten Bock, Berater der Mitglieder des Gartenbau-Beratungsrings der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, gibt an, dass die ersten Wochen der Corona-Pandemie schwierig für die Topfpflanzen-Betriebe in Schleswig-Holstein verliefen. Die Preise der Frühjahrsblüher mussten reduziert werden, was letztendlich jedoch zu einer zufriedenstellenden Abnahme der Pflanzen führte, sodass nichts vernichtet werden musste. Seit dem Wechsel auf das Sommer-Sortiment von Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden ist der Absatz stark in die Höhe geschossen, ebenso finden Gemüsepflanzen und Kräuter eine starke Abnahme.

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