Zierpflanzenbau im Rheinland: Leichte Preisanhebungen für das Frühjahr möglich

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Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Situation prognostiziert der Vorsitzende des Fachverbandes Zierpflanzen im Landesverband Gartenbau Rheinland, Georg Hanka, dass viele Unternehmen die Flucht nach vorne antreten werden. Leichte Preisanhebungen für das Frühjahr sind seiner Meinung nach möglich und teilweise jetzt schon realisiert. "Wir haben nicht unter einem gewissen Preis angeboten. Und dieser Preis wurde akzeptiert", beschreibt er, wie vor allem größere Betriebe mit Vertragsanbau die gestiegenen Kosten teilweise weitergegeben haben. Dies betrifft vor allem Ware, die April/Mai auf den Markt kommt.

Einen Rück- und Ausblick gab er auf der Verbandsausschusssitzung des Landesverbandes Anfang November für das Rheinland:

o "Elatior-Begonien liefen 2008 relativ zufriedenstellend. Der Preisverfall hat sich stabilisiert, allerdings ist bei den jetzigen Kosten der Preis eindeutig zu niedrig. Die Mengen müssen noch stärker reduziert werden.

o Die Nachfrage bei Roh- und Fertigware für das Frühjahr 2009 ist gut, bei Jungpflanzen allerdings sehr verhalten. Es wird erwartet, dass sich der Bereinigungsprozess noch beschleunigen dürfte.

o Das erste Halbjahr ist gut gelaufen, es wird in weiteres betriebliches Wachstum investiert. Zu beobachten ist, dass immer mehr Kollegen aus Warmhauskulturen aussteigen. Deshalb wird die Produktion an Beet- und Balkonpflanzen weiter zunehmen.

o Der Abverkauf im Frühjahr war vergleichbar mit dem Jahr 2003, allerdings ist weniger Geld in der Kasse.

o Die Hoffnung, dass sich die Preise für Weihnachtssterne in diesem Herbst durch einen Rückgang der Produktion erholen, hat sich nicht erfüllt. Zunehmend konkurrieren Cyclamen mit Weihnachtssternen.

Große Sorgen bereiten weiterhin die strukturellen Veränderungen in der Produktion.

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