Zierpflanzenbau in Mecklenburg-Vorpommern mit geringer Bedeutung

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80 Betriebe mit 26,2 Hektar Anbaufläche umfasst im Jahr 2008 der Zierpflanzenbau in Mecklenburg-Vorpommern, ermittelte das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern. Vor vier Jahren gab es noch 87 Betriebe mit 30,3 Hektar Fläche und im Jahr 2000, vor acht Jahren, 122 Betriebe mit 38,3 Hektar Fläche. Schwerpunkte der Produktion sind heute Beet- und Balkonpflanzen sowie bei den Zimmerpflanzen unter anderem Weihnachtssterne.

Nach den Zahlen für 2008 beträgt die Grundfläche der Unterglasanlagen für die Erzeugung von Blumen und Zierpflanzen in Mecklenburg-Vorpommern 14,1 Hektar (71 Betriebe), von denen 6,2 Hektar beheizbar sind. Im Freiland beträgt die Grundfläche zusammen 12,1 Hektar (48 Betriebe). Sie dient zu 60 Prozent der Produktion von Schnittblumen.

In den zeitlich oder durch Etagen meist mehrfach genutzten Gewächshäusern und begehbaren Folienzelten werden auf 84 Prozent der Fläche Zimmerpflanzen kultiviert, weitere 8 Prozent dienen der Produktion von Schnittblumen, auf sieben Prozent der Unterglasfläche werden Jungpflanzen angezogen. Wichtige Kulturen sind dabei den Angaben zufolge vor allem Weihnachtssterne, Alpenveilchen und Chrysanthemen. Die Freilandflächen dienen zu 60 Prozent der Produktion von Schnittblumen, zu weiteren 39 Prozent der Erzeugung von Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden. Einen großen Anteil daran haben Stiefmütterchen, Primeln, Pelargonien und Begonien. Als Ursachen für die geringe und rückläufige Bedeutung des einheimischen Zierpflanzenanbaus in dem Bundesland dürften nach Ansicht der Behörde die niedrige Bevölkerungsdichte, verbunden mit dem Fehlen von Ballungszentren, und die relativ geringe Kaufkraft genauso eine Rolle spielen wie traditionelle Vertriebswege und die Konkurrenz von Importen an Blumen und Zierpflanzen.

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