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Zierpflanzenmarkt: Stauden und Blumenzwiebeln legen zu

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Stauden und Blumenzwiebeln sind die großen Gewinner auf dem Zierpflanzenmarkt. Im vergangenen Jahr konnten sie ihren Anteil am Marktvolumen deutlich steigern, auch grüne Zimmerpflanzen legten spürbar zu. Wichtigstes Marktsegment bleiben Schnittblumen – trotz sinkendem Marktvolumen und zurückgehenden Pro-Kopf-Ausgaben.

Rund drei Euro gaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr pro Kopf für Blumenzwiebeln aus, die ihr Marktvolumen gegenüber 2017 um 5,7 Prozent steigern konnten. Foto: Pixabay

Schnittblumenmarkt leidet unter Hitzesommer

Rund 35 Euro gab jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr für Schnittblumen aus (2017: rund 36 Euro), wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) im Auftrag des Zentralverbands Gartenbau berechnet hat. Mit einem Minus von 1,5 Prozent entwickelte sich auch das Marktvolumen in diesem Segment rückläufig und wird knapp unter drei Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen) liegen.

Zurückzuführen ist diese Entwicklung hauptsächlich auf die anhaltende Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten 2018, unter der insbesondere der Schnittblumenmarkt zu leiden hatte. So drängten in der ganz heißen Periode nicht nur Importe, sondern gleichzeitig aufblühende Sätze aus heimischer Produktion auf den Markt. Das führte kurzzeitig zu einem enormen Überangebot bei Schnittblumen, während sich die Verbraucher in Kaufzurückhaltung übten.

Topf- und Gartenpflanzen gleichen Minus aus

Dass der Zierpflanzenmarkt im vergangenen Jahr insgesamt dennoch zulegen konnte (plus 0,5 Prozent gegenüber 2017, Marktvolumen von 8,7 Milliarden Euro zu Einzelhandelspreisen), ist den guten Entwicklungen in den Segmenten Topf- und Gartenpflanzen zu verdanken. Vor allem Stauden konnten mit einem Wachstum von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ihren Anteil am Marktvolumen auf gut 0,5 Milliarden Euro steigern.

Sehr positiv entwickelten sich daneben die Segmente Blumenzwiebeln (plus 5,7 Prozent, Marktvolumen knapp 0,3 Milliarden Euro) und grüne Zimmerpflanzen (plus 3,7 Prozent, Marktvolumen gut 0,4 Milliarden Euro). Blühende Zimmerpflanzen blieben mit einem Plus von lediglich 0,4 Prozent (Marktvolumen knapp 1,1 Milliarden Euro) hinter dem Wachstum des gesamten Zierpflanzenmarkts zurück.

Kräuter wuchsen moderat um ein Prozent (Marktvolumen gut 0,2 Milliarden Euro), während Beet- & Balkonpflanzen mit einem Plus von 0,8 Prozent besser performten als in den Hitzemonaten befürchtet. Ihr Marktvolumen liegt bei rund 1,8 Milliarden Euro. Mit gut 1,4 Milliarden Euro konnten Gehölze ihr Marktvolumen stabil halten – mit steigender Tendenz, da in diesem Jahr aufgrund notwendiger Ersatzpflanzungen mit Marktimpulsen zu rechnen ist.

Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen 2018

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen dürften sich 2018 nach den Berechnungen der AMI auf knapp 105 Euro belaufen und blieben damit stabil gegenüber dem Vorjahr. Und so viel gab jeder Bundesbürger 2018 in den einzelnen Segmenten aus:

  • Schnittblumen – rund 35 Euro (2017: rund 36 Euro)
  • Beet- und Balkonpflanzen – rund 22 Euro (2017: 22 Euro)
  • Gehölze – gut 17 Euro
  • blühende Zimmerpflanzen – 13 Euro (2017: knapp 13 Euro)
  • grüne Zimmerpflanzen – gut fünf Euro (2017: rund fünf Euro)
  • Stauden – gut sechs Euro
  • Blumenzwiebeln und Kräuter – jeweils rund drei Euro