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Züchtung: Biotechnologie muss Mehrwert bringen

Biotechnologie sei eigentlich eine für den Zierpflanzenbau wertvolle Technologie. Die Einführung genetisch modifizierter Pflanzen müsse jedoch sorgfältig getrennt durchgeführt werden und dürfe keine unerwünschten Umwelt- und Gesundheitsrisiken mit sich bringen, heißt es in einer Pressemitteilung des Blumenbüros Holland. Genetische Modifikation ermöglicht es, wesensfremde Elemente in eine Sorte einzubauen. Dies bringt Eigenschaften zur Ausprägung, über welche die Sorte von Natur aus nicht verfügt. Außerdem könne gezielter nach wertvollen Eigenschaften gesucht werden. Im Zierpflanzenbau werde von der Möglichkeit genetischer Modifikationen jedoch noch wenig Gebrauch gemacht. Dies liege hauptsächlich an den hohen Kosten und der - im Vergleich zu Soja, Reis, Mais, Kartoffeln und Getreide - relativ begrenzten Zielgruppe. Zwar gibt es einige Beispiele für den Einsatz der Biotechnologie im Zierpflanzenbau. So wurden Ergebnisse bei Farbveränderungen erzielt (blaue Rose und Nelke). Als tatsächlicher kommerzieller Erfolg kann dies jedoch (noch) nicht bezeichnet werden und es bleibt die Frage, ob diese Neuheiten in einem überschaubarem Zeitraum nicht auch mit normalen Züchtungsmethoden hätten erreicht werden können.