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Züchtung: Monsantos Melonenpatent

Nach Brokkoli und Tomate (die TASPO berichtete) rückt nun die Melone ins Licht der Patentierung von Pflanzen. Der US-Konzern Monsanto erhielt, schon im Mai 2010, ein europäisches Patent auf Melonen aus konventioneller Pflanzenzucht (EP 1 962 578).

Es handelt sich um Melonen, die eine natürliche Resistenz gegen die Viruskrankheit Cucurbit Yellow Stunting Disorder Virus (CYSDV) aufweisen, die sich in Nordamerika, Europa und Nordafrika ausbreitet.

Diese Resistenz wurde zuerst bei Melonen aus Indien festgestellt und mit Hilfe bekannter Züchtungsverfahren auf andere Melonen übertragen. Diese gelten jetzt als Erfindung von Monsanto.

Das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut“ spricht von einem Missbrauch des Patentrechtes und von Biopiraterie, bei der ein US-Konzern versuche, ursprünglich indisches Saatgut als sein Eigentum zu beanspruchen.

Ein Sprecher von Monsanto wies darauf hin, dass bei der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes jederzeit Einspruch gegen erteilte Patente erhoben werden könne.

Dann werde die Kammer über die Rechtmäßigkeit der Schutzrechte entscheiden.