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Zur Schuldentilgung: Kammergebäude in Bonn verkauft

„Kammer für 16 Millionen verkauft“ lautete am 14. Juli eine Schlagzeile des Kölner Stadtanzeigers zum Verkauf des bisherigen Hauptverwaltungsgebäudes der früheren Landwirtschaftskammer Rheinland. Wie schon zuvor beim Verkauf des Verwaltungsgebäudes der früheren Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe in Münster sollen die Verkaufserlöse nach Angaben der aus beiden Einrichtungen durch Fusion entstandenen Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausschließlich der Schuldentilgung dienen. Nicht bestätigen wollte die Landwirtschaftskammer NRW die erwähnte Höhe des Kaufpreises beim jetzt erfolgten Besitzerwechsel des Neobarockbaues in der Endenicher Allee in Bonn sowie der benachbarten Direktorenvilla an den Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW). Denn darüber sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Erlös reiche, um einen großen Teil des Fehlbetrages der Haushaltsjahre 2004 und 2005 auszugleichen. Um den Rest abzutragen, seien weitere Liegenschaftsveräußerungen oder Zusammenlegungen von Kreisstellen erforderlich. Der Etat 2006 sei ohne die Fehlbeträge der beiden Vorjahre ausgeglichen. Für den bereits 2004 erfolgten Verkauf des ehemaligen Zentralgebäudes in der Schorlemerstraße 26 in Münster an eine Investorengemeinschaft nannte die Einrichtung drei Millionen Euro. In Münster erfolgte im Jahr nach dem Verkauf der Umzug der betroffenen Kammermitarbeiter zum Standort Nevinghof 40, wo die Lufa angesiedelt ist. Auch in Bonn sollen die noch in der Endenicher Allee arbeitenden Mitarbeiter an den bisherigen Bonner Standort der Lufa, also das ehemalige Institutszentrum der Landwirtschaftskammer in Bonn-Roleber, umziehen. Dies ist für Ende Februar 2007 vorgesehen.