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ZVG-Präsident Herker: Strukturwandel zeugt von Einigkeit „mindestens in NRW“

Die Verbindung der Schwester-Verbände im Rheinland und in Westfalen-Lippe sei auf einem gelungenen Weg, und die Kooperation mit dem GaLaBau in Nordrhein-Westfalen sei ebenfalls gelungen. Diesem Schulterschluss richtete Heinz Herker einen herzlichen Glückwunsch in seinem Grußwort auf der Mitgliederversammlung des Gartenbauverbandes Westfalen-Lippe aus. Der Wandel in der Struktur der Verbände-Landschaft zeuge von Einigkeit „mindestens in Nordrhein-Westfalen“, so der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG). 

Westfalen engagiert: Landesverbands-Präsident Helmut Rüskamp und ZVG-Präsident Heinz Herker (rechts). Foto: Gabriele Friedrich

Gleichzeitig bedauerte Herker damit die fehlende Einigung auf Bundesebene.  Eigentlich wollten alle das Grüne Dach der Verbände, auch der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) sowie der Bund deutscher Baumschulen, so Herker. Hier müsse ein Konstrukt der gleichwertigen Partner geschaffen werden. Die Zusammengehörigkeit der Gärtner aller Sparten müsse betont werden.

Noch gebe es die Gelegenheit, denn ein Strukturwandel im Produktionsgartenbau finde statt und werde noch weiter fortschreiten. Schon heute seien die modernen, hoch technisierten Pflanzenfabriken mit Robotereinsatz nicht zu übersehen. Auf der anderen Seite wendeten sich viele junge Leute dem Dienstleistungssektor und dem Handel zu.

Herker wies in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Möglichkeit und die Chancen hin, einen Pflanzenfachberater als Ausbildungssparte zu etablieren. Er warnte vor Berührungsängsten mit den Gartencentern und mahnte eine neue Regelung an, damit top ausgebildete junge Leute auch in gärtnerische Betriebe kommen. Dies müsse endlich geregelt werden.

Helmut Rüskamp, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Westfalen-Lippe, unterstrich auf der Mitgliederversammlung vergangene Woche in Steinhagen, dass sicher ein Ausbildungsabschluss Pflanzenfachberater besser gewesen wäre, doch jetzt würden erstmalig die Zusatzzertifikate „Beraten und Verkaufen“ an die Auszubildenden vergeben.

Herker verurteilte auch die erneute Diskussion um die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die mit immer neuen finanziellen Zwängen und neuen Gutachten nicht nur eine beunruhigende Situation hervorruft, sondern auch in hohem Maße Ressourcen verschwende. Die Politik zwinge die Kammer, sich ständig mit sich selbst zu beschäftigen, was nicht gerade den Arbeitseifer und die Kreativität fördere. (fri)