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ZVG und BdB: Trennung endgültig

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Jetzt gehen der Zentralverband Gartenbau (ZVG) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB) endgültig getrennte Wege: Die ZVG-Mitglieder haben gestern den Antrag des BdB auf assoziierte Mitgliedschaft im Zentralverband abgelehnt.

Auf seiner Mitgliederversammlung in Berlin stimmte der ZVG nicht nur über die Anträge von BdB und Ciopora Deutschland auf assoziierte Mitgliedschaft ab. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer zog in seinem Rechenschaftsbericht auch ein Resümee zur Verbandsarbeit des vergangenen Jahres. Foto: ZVG/Markula

BdB wollte inhaltliche Zusammenarbeit trotz Austritt fortführen

Aufgrund inhaltlicher und struktureller Differenzen hatte der BdB Mitte des Jahres seine ordentliche Mitgliedschaft im ZVG fristgerecht zum Jahresende gekündigt. Dennoch wollte der Bund deutscher Baumschulen die inhaltliche Zusammenarbeit der beiden Verbände auch nach seinem Austritt weiterführen – etwa zu Themen wie öffentlichem Grün, der Zukunft des Ausbildungssystems oder dem Umgang mit Pflanzengesundheit.

Entsprechend hatte der BdB einen Antrag auf assoziierte Mitgliedschaft im Zentralverband Gartenbau ab 1. Januar 2019 gestellt. In seiner Mitgliederversammlung gestern in Berlin entschied sich der ZVG gegen dieses Ansinnen – mit der Begründung, dass die ZVG-Satzung „nach §3 Abs. 2. für Landesverbände und Bundesverbände der Fachrichtungen des Gartenbaus mit eigener Rechtsform die ordentliche Mitgliedschaft“ vorsieht.

Ciopora als neues assoziiertes ZVG-Mitglied angenommen

Angenommen wurde von der Mitgliederversammlung dagegen der Antrag von Ciopora Deutschland, die ab 1. Januar 2019 neues assoziiertes Mitglied im Zentralverband Gartenbau ist. Die 1986 in Hannover gegründete nationale Sektion der international aktiven Zier- und Obstpflanzenzüchter-Vereinigung Ciopora zählt derzeit etwa 55 Mitglieder – darunter Züchter, Sortenagenturen, Patentanwälte und fast alle öffentlich geförderten Einrichtungen, die sich im weitesten Sinne mit gartenbaulicher Pflanzenzüchtung in Lehre und Forschung befassen.

„Wir erwarten von der Mitgliedschaft im ZVG eine weitere Bündelung der Interessen der deutschen Züchter. Die Belange der Zierpflanzen- und Obstzüchter können so einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht, Institutionen nachhaltiger vorgetragen und dadurch wirksamer umgesetzt werden“, erklärt Dr. Ulrich Sander, Vorsitzender von Ciopora Deutschland.

Schwerpunkt auf internationalem Sortenschutz

Kernanliegen der deutschen Ciopora-Sektion ist nach eigenen Angaben die Konzipierung und Durchsetzung des Sortenschutzes, wobei der Schwerpunkt auf internationalen Schutzrechten liegt. Diese werden durch den internationalen Verband weltweit vertreten. Spezifische nationale Aufgaben von Ciopora Deutschland sind unter anderem die Umsetzung von Forschungsförder-Programmen sowie der Erhalt der Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen.