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Zwangsarbeit in polnischem Tomatenbetrieb?

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Hat ein Tomatenbetrieb in Polen nordkoreanische Zwangsarbeiterinnen beschäftigt und ausgebeutet? Medienberichten zufolge mussten die Frauen aus Nordkorea auf der Tomaten-Farm 70 Stunden pro Woche arbeiten und sollen dafür einen Monatslohn von lediglich 75 US-Dollar (knapp 72 Euro) erhalten haben.

Ein Tomatenbetrieb in Polen soll Zwangsarbeiter aus Nordkorea eingesetzt haben. Foto: Bestart/Fotolia

Angeblich wurden die Frauen in dem Tomatenbetrieb im polnischen Sarnow, rund 275 Kilometer südwestlich von Warschau, gefangen gehalten. Wie der südkoreanische Sender KBS berichtet, durften die Arbeiterinnen aus Nordkorea das von hohen Zäunen umgebene Betriebsgelände lediglich für zwei Stunden in der Woche zum Einkaufen verlassen.

Nordkoreanerin streitet Zwangsarbeit gegenüber Sender ab

Eine der nordkoreanischen Frauen stritt dem Sender gegenüber allerdings ab, dass sie und ihre Kolleginnen Zwangsarbeiterinnen sind. Vielmehr seien sie aus freien Stücken in dem Tomatenbetrieb und müssten nur zwischen fünf und acht Stunden pro Tag arbeiten.

In Nordkorea gibt es Medienberichten zufolge etwa 50.000 Zwangsarbeiter, die in die ganze Welt verkauft werden. Das Regime von Diktator Kim Jong Un soll damit jedes Jahr bis zu 300 Millionen US-Dollar verdienen.

Polen hatte im Juni verkündet, keine Arbeiter aus Nordkorea mehr ins Land zu lassen.