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Zweimal jährlich Beisetzungen geplant: Stillgeborenen- Grabstelle eingeweiht

Einen Ort der Trauer und des Gedenkens an ihre tot geborenen oder kurz nach der Geburt verstorbenen Kinder haben jetzt auch die Bad Oldesloer auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde. Die in einem mit Waldsteinia und Pachysandra bepflanzten Rondell stehende Stele wurde Anfang Juni in einer kleinen christlichen Zeremonie eingeweiht. Die 140 Zentimeter hohe Stele steht auf einem 30 Zentimeter hohen Sockel, in den an vier Seiten Zeilen aus einem Gedicht von Hanna Strack gemeißelt sind. Stele und Sockel aus gelbem Jura-Kalkstein wurden nach einem Entwurf des ortsansässigen Steinbildhauers Uwe Hagen gefertigt von seinem Sohn Roga Hagen und seiner Mitarbeiterin Astrid Richter. Die Grabstelle und die künftig alle halbe Jahr stattfindenden Beisetzungen in dem Sammelgrab sowie die Trauerfeiern für Betroffene werden unterstützt und finanziell getragen von der Kirchengemeinde Bad Oldesloe, der Asklepiosklinik, dem Oldesloer Bestattungsunternehmen Paulsen und dem Steinmetzbetrieb Hagen, der die Stele im Wert von 8550 Euro stiftete. Die Einweihung nahmen Dr. Rolf Dabelstein, Vorsitzender der evangelischen Kirchengemeinde, die Klinikseelsorgerin Ingrid Schumacher gemeinsam mit zwei betroffenen Müttern vor.