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Erste Preiserhöhungen seit Jahren: Baumschulen sind relativ zufrieden

Über alles gesehen als „relativ gut” für die Baumschulwirtschaft bewertete Walter Hinrichs, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), das zurückliegende Geschäftsjahr. Nur der Monat Mai habe „mit durchschnittlich 20 Prozent Umsatzeinbußen doch weh getan”, führte er am Samstag vergangener Woche in seinem Geschäftsbericht zur BdB-Sommertagung in Wiesbaden aus. Aufgrund der Nachfrage in den weit überwiegenden Teilmärkten ermöglichten erste Verknappungen Preiserhöhungen und eine Wende in der Ertragssituation der Betriebe scheine absehbar. Bis auf den nicht unwichtigen Absatzmarkt „Öffentliches Grün“ hielt sich laut Hinrichs die Nachfrage im vergangenen Herbst und Frühjahr auf relativ hohem und im Vergleich zum Vorjahr mindestens gleich hohem Niveau. Zu deutlichen Verknappungen sei es in den Spezialbereichen Obstgehölze, Rosen und Jungpflanzen/Wildgehölze/Forstpflanzen gekommen und damit verbunden ersten Preiserhöhungen seit Jahren, nachdem in den vergangenen Jahren die Produktion in diesen Bereichen drastisch zurückgefahren worden sei. Beim wesentlichen Absatzmarkt „Öffentliches Grün“ ging Hinrichs davon aus, dass die diesen Teilmarkt beliefernden Baumschulen nach fünf Jahren rückläufiger Nachfrage nunmehr die Überstände zurückgefahren haben. Deshalb dürften den zu erwartenden Nachfragemengen nunmehr angemessene Angebotsmengen gegenüber stehen, so Hinrichs. Bessere Preise, die diese Baumschulen dringend benötigten, müssten sich seinen Worten zufolge somit ab Herbst auch in diesem Bereich einstellen. Relativ gesehen erwarte er deshalb eine vergleichsweise positive Entwicklung der Branche.