Messen

Gärtner in NRW: Endlich Verkauf am Sonntag möglich

Seit Jahrzehnten beklagten die Einzelhandelsgärtner in Nordrhein-Westfalen die Wettbewerbsverzerrungen durch die Ladenöffnungszeiten am Sonntag. Jetzt begrüßen sie daher die gelockerten Öffnungszeiten.

Einzelhandelsgärtner im Rheinland und in Westfalen haben schon lange die Wettbewerbsverzerrungen wegen des großzügigen Sonntagsverkaufs in den Niederlanden beklagt und sich über Kontrollmaßnahmen von Ordnungsämtern bei Adventsausstellungen hierzulande beschwert. Deshalb begrüßen sie jetzt die neuen Öffnungszeiten, sagte der neugewählte Vorsitzende des Fachverbandes Einzelhandelsgärtner Rheinland Reiner Höpken, bei der gemeinsamen Jahrestagung der Fachverbände Einzelhandelsgärtner Rheinland und Westfalen/Lippe in Kaarst am 12. Dezember.

Demnach dürfen alle Verkaufsstellen von 0 bis 24 Uhr öffnen. Außer an Sonn- und Feiertagen, da dürfen solche, die überwiegend Blumen und Pflanzen verkaufen, an fünf Stunden öffnen. Sortimentsbeschränkungen sind aufgehoben. Die Festlegung der Öffnungszeiten ist jedem einzelnen Betrieb überlassen.

Gerade in der Adventszeit nutzen schon viele die neue Freiheit. Lediglich die "stillen Feiertage" wie Totensonntag oder Allerheiligen sollen angemessen begangen werden. Also keine Hüpfburg neben dem Friedhof aufbauen, erläuterte Geschäftsführer Heiner Esser.

Er erinnerte auch an die Arbeitsschutzauflagen, die für die Mitarbeiter die sonntägliche Arbeit und den Freizeitausgleich regelt. Keine Auflagen bestehen für Personal, das gezielt für diese Arbeit eingestellt wird. Alle Sonn- und Feiertagsarbeiten sollten die Betriebe dokumentieren.

Handlungsbedarf sehen die Nordrhein-Westfalen noch bei der Änderung der Ladenöffnung am so genannten zweiten Feiertag. So gilt erst mal die neue Regelung für Ostern, Pfingsten und Weihnachten, die den ersten Feiertag geschlossen vorgibt, die Öffnung an den jeweils zweiten Feiertagen jedoch erlaubt.

Die neue Regelung, die seit dem 21. November eingeführt ist, unterstützt auch der Verbandspräsident im Rheinland, Heinrich Hiep.