Gartenschauen: abgerechnet wird zum Schluss

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Auf der IGA Berlin bleiben die Besucherzahlen deutlich hinter den Erwartungen der Verantwortlichen. Foto: Nikolai Benner/IGA Berlin

Noch bis 15. Oktober sind Besucher auf der IGA Berlin und der Landesgartenschau Bad Lippspringe willkommen. Die Landesgartenschau Apolda schloss vergangenes Wochenende ihre Pforten, in Bad Herrenalb und Pfaffenhoffen hat bereits der Rückbau begonnen. Zeit, einen Blick auf die Besucherzahlen an den fünf Standorten zu werfen.

480.000 Gäste hatte sich die nordrhein-westfälische Landesgartenschau in Bad Lippspringe als Zielwert vorgenommen. Vier Wochen vor Ende konnte bereits der 500.000ste Besucher begrüßt werden.

„Mit dieser tollen Resonanz gerade auch aus dem weiteren Umfeld unserer Region und sogar über die Landesgrenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus sind wir sehr zufrieden. Unser Konzept, die klassischen Zutaten einer Gartenschau unter dem Motto ‚Blumenpracht & Waldidylle‘ mit einer gewachsenen Waldkulisse in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone zu ergänzen, kommt bei den Besuchern offenbar sehr gut an“, erklärten die Veranstalter.

Erst 1,3 Millionen Besucher auf der IGA Berlin

Weit hinter den Erwartungen zurück bleiben hingegen die Besucherzahlen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin. Mit mehr als zwei Millionen Gästen hatten die Verantwortlichen zu Beginn kalkuliert. Dieses Ziel wird in der verbleibenden Öffnungszeit bis 15. Oktober allerdings kaum zu erreichen sein, denn bislang haben erst rund 1,3 Millionen Gäste das IGA-Gelände besucht.

Ein durchweg positives Fazit konnten dagegen die Verantwortlichen der baden-württembergischen Gartenschau Bad Herrenalb, die am 10. September zu Ende gegangen ist, ziehen: 380.000 Besucher und eine zukunftsweisende Stadterneuerung. Man habe zukunftsfähige Infrastrukturen geschaffen, die den Menschen in der Kurstadt und der Region grüne Freiräume in einem attraktiven Umfeld weit über das Durchführungsjahr hinaus bieten würden, fasste Landwirtschaftsminister Peter Hauk zusammen.

Gartenschau-Gelände in Bad Herrenalb bald wieder für jedermann nutzbar

Im direkten Anschluss an die Gartenschau, die unter dem Motto „Blütentraum & Schwarzwaldflair“ stand, wurde mit dem Rückbau begonnen. Kurpark und Schweizerwiese sollen spätestens zum Jahresende wieder von jedermann nutzbar sein. In Bad Herrenalb ging der Gartenschau-Spaten im Hinblick auf die Remstal Gartenschau 2019 an den Schorndorfer Oberbürgermeister.

Die bayerische Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen an der Ilm 2017“ endete nach 89 Tagen am 20. August mit der Übergabe der Gartenschau-Fahne an die kommende „Natur in Wassertrüdingen“. Mehr als 330.000 Besucher kamen zur Gartenschau in der oberbayerischen Gemeinde, 30.000 Gäste mehr als erhofft. Alle Erwartungen wurden damit übertroffen, erklärte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner.

Rund fünf Hektar Grün- und Naherholungsflächen für Gartenschau in Pfaffenhofen angelegt

Mit dem Grüngürtel aus Bürgerpark, Sport- und Freizeitpark und der naturnah ausgebauten Ilm sei es gelungen, eine Gartenschau zum Anfassen, Mitmachen und Wohlfühlen zu gestalten, so der Minister. Für die Gartenschau wurden rund fünf Hektar Grün- und Naherholungsflächen neu angelegt. Der Rückbau in Pfaffenhofen begann zügig, denn schon ab 6. Oktober findet das Pfaffenhofener Volksfest statt. Der Bürgerpark sowie der Sport- und Freizeitpark bleiben erhalten.

Mit über 350.000 Besuchern endete die 4. Thüringer Landesgartenschau in Apolda am 24. September. Erwartet hatten die Verantwortlichen 300.000 Besucher.