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IGA Berlin: zweistelliges Millionen-Minus

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Nach gut einem halben Jahr ist gestern die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin zu Ende gegangen. Schlenderten am Abschlusswochenende noch einmal rund 56.000 Menschen über das Gartenschau-Gelände, bleibt unterm Strich dennoch ein deutliches Besucher- und Einnahmen-Defizit.

Der Kienbergpark soll nach erfolgtem Rückbau der IGA-Infrastruktur ab kommendem Frühjahr kostenfrei für Besucher geöffnet sein. Foto: Nikolai Benner/IGA Berlin

Positive IGA-Bilanz trotz Millionen-Defizit

Kalkuliert hatten die IGA-Verantwortlichen im Vorfeld mit über zwei Millionen Besuchern und Erlösen von 40 Millionen Euro. Einen Strich durch die Rechnung machte den Organisatoren unter anderem der kühle und verregnete Sommer, sodass insgesamt lediglich 1,6 Millionen Gartenschau-Besucher gezählt wurden und sich entsprechend auch die Gesamteinnahmen verringerten – Medienberichten zufolge auf etwa 30 Millionen Euro, was ein Defizit von rund zehn Millionen Euro bedeuten würde.

Dennoch ziehen die Ausrichter der IGA Berlin nach 186 Tagen Gartenschau eine positive Bilanz und sprechen von einem „großen Erfolg für Stadt und Land“. Besucher-Befragungen zufolge zeigten sich 98 Prozent der Gäste – darunter eine Viertelmillion Kinder und Jugendliche sowie 33.000 Dauerkarten-Besitzer – mit ihrem im Schnitt fünfeinhalbstündigen IGA-Besuch zufrieden oder sehr zufrieden.

„Gärten der Welt“, Kienbergpark und Seilbahn bleiben nach der IGA erhalten

Erhalten bleiben der Bundeshauptstadt von der IGA die „Gärten der Welt“ und der Kienbergpark. Nach dem unmittelbar nach Gartenschau-Ende begonnenen Rückbau der temporären Infrastruktur, wozu neben Toilettenanlagen, Verkaufsständen und Kiosken auch die Blumenhalle und die Wechselflorflächen zählen, sollen die „Gärten der Welt“ bereits am 1. Dezember wiedereröffnen – gegen Eintritt und „doppelt so groß und noch abwechslungsreicher als vor der IGA“, versprechen die Verantwortlichen.

Gleichzeitig soll auch Berlins erste Kabinenseilbahn dann wieder ihre Fahrt aufnehmen, „mindestens noch für drei Jahre mit Option der Verlängerung auf 20 Jahre“, heißt es seitens der Organisatoren.

Vorstellung des IGA-Nachnutzungskonzepts

Kostenfrei zugänglich soll der Kienbergpark nach erfolgtem Rückbau sein und voraussichtlich zum 31. März 2018 wieder für Berlins Bürger und Besucher öffnen. Ein entsprechendes Nachnutzungskonzept für die durch die IGA entstandenen neuen Parkanlagen soll am 17. November bei einer gemeinsam vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der Grün Berlin GmbH organisierten Dialogveranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Zum Finale der IGA hat gestern in Berlin außerdem die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH als Ausrichter der nächsten Gartenausstellung auf Bundesebene ihr „Erbe“ angetreten – symbolisiert durch die Übergabe der offiziellen BUGA-Flagge. Der Startschuss für 173 Tage BUGA Heilbronn fällt am 17. April 2019.