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Insektizid mit dem neuen Wirkstoff

Ein Insektizid mit neuem Wirkstoff gegen Blattläuse und Weiße Fliege stellt Stähler () vor. Mospilan mit dem Wirkstoff Acetamiprid. Es zeichne sich durch seine sehr gute Wirkung gegen Blattläuse im Kernobst und an Zierpflanzen sowie gegen Weiße Fliege an Zierpflanzen aus.

Das Präparat ist ein Kontakt- und Fraßgift, das schnell in die Pflanzen eindringt und so bereits kurz nach dem Ausbringen in seiner Wirkung gegen saugende Insekten weitgehend wetterunabhängig ist, so Stähler. Auch Insekten auf der Blattunterseite werden den Angaben zufolge durch die translaminare Wirkung mit erfasst. Die Wirkungssicherheit von Mospilan umfasse alle Insektenstadien vom Ei über Larve bis zum erwachsenen Tier. Es bestehen keine Kreuzresistenzen mit Pyrethroiden, Carbamaten und Organophosphorsäure-haltigen Produkten. Die Wirkungsdauer betrage über zwei bis vier Wochen gegen Blattläuse und sieben bis Tage gegen Weiße Fliege. Stähler empfiehlt folgenden Einsatz von Mospilan:

Im Obstbau: gegen Blattläuse 0,125 Kilogramm pro Hektar je Meter Kronenhöhe (0,025 Prozent).

Im Zierpflanzenbau:

Gegen Blattläuse (Freiland und im Gewächshaus)

Pflanzengröße bis 50 Zentimeter: 0,15 Kilogramm pro Hektar

Pflanzengröße von 50 bis 125 Zentimeter: 0,225 Kilogramm pro Hektar

Pflanzengröße über 125 Zentimeter: 0,3 Kilogramm pro Hektar

Gegen Weiße Fliege (im Gewächshaus):

Pflanzengröße bis 50 Zentimeter: 0,3 Kilogramm pro Hektar

Pflanzengröße von 50 bis 125 Zentimeter: 0,45 Kilogramm pro Hektar

Pflanzengröße über 125 Zentimeter: 0,6 Kilogramm pro Hektar

Speziell für den Garten- und Landschaftsbau erfolge die Vermarktung von Mospilan unter der Dachmarke Dr. Stähler Profi-Line.

Wie Stähler weiter mitteilt, ist dem Unternehmen jetzt außerdem eine wichtige Ergänzung im Bereich der Spinnmilbenbekämpfung gelungen. Das neue erstmals in Deutschland zugelassene Kanemite SC enthält den EU-weit neuen Wirkstoff Acequinocyl (150 Gramm pro Liter). Acequinocyl zeichne sich durch einen neuartigen Wirkungsmechanismus (Wirkstoffgruppe der Naphtoquinone) aus, der auch Spinnmilben erfasst, die gegen andere Wirkstoffgruppen (zum Beispiel die so genannte METI-Gruppe) resistent sind. Kanemite SC biete dem Anwender daher eine zusätzliche Möglichkeit, innerhalb seiner Kulturen ein aktives gesteuertes Wirkstoffmanagement zu betreiben, ohne die gewohnte Kulturführung grundsätzlich umstellen zu müssen.

Im ersten Schritt wurde Kanemite SC jetzt im Zierpflanzenbau (Gewächshaus) mit 1,25 bis 2,5 Liter pro Hektar (je nach Pflanzengröße, Konzentration: 0,125 Prozent) zugelassen und wird von Stähler in das Spezialprogramm Dr. Stähler Profi-Line für den professionellen GaLaBau integriert. Kanemite SC verfüge über eine schnelle Anfangswirkung bei langer Dauerwirkung von bis zu vier Wochen. Weitere Indikationen sind für künftige Zulassungen geplant, so Stähler. Insgesamt seien drei Behandlungen in Zierpflanzen möglich.

Kanemite SC steht auch für eine ausgeprägte Nützlingsschonung: Unter anderem wurde das Produkt als nicht schädlich für Raubmilben, Florfliegen eingestuft. Die Bienenungefährlichkeit runde das gute Profil von Kanemite positiv ab. Mit der jetzt erteilten Zulassung für Kanemite SC wurde zugleich auch eine Eignung zur Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich ausgesprochen, in dem Stähler unter der Dachmarke Dr. Stähler Garten-Apotheke ebenfalls das Produkt anbieten will.

Kontakt: Stähler Deutschland GmbH & Co. KG, Tel.: 0 41 41-92 04-0, Fax: 0 41 41-92 04 11, E-Mail: info@staehler.com, www.staehler.com

Halle 4, Stand 226