Messen

IPM 2006 mit durchgehender Galeria

Der zweite Bauabschnitt der 250 Meter langen Galeria auf dem Messegelände in Essen ist fertiggestellt. Sie dient als Ausstellungsfläche, Verbindungselement und Logistikfläche. 7,2 Millionen Euro an Bauvolumen sind hier investiert worden, in eine Flaniermeile, welche die Ausstellergruppe Technik und Floristik während der IPM 2006 mit der Pflanzenachse verbindet. Dr. Joachim Henneke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen, berichtete über den Stand der Vorbereitungen für die IPM 2006 sowie die Neuerungen. Vom 2. bis 5. Februar werden rund 1 400 Aussteller aus 41 Nationen erwartet, sagte Henneke bei einer Pressekonferenz in Essen. Alle Marktführer der Ausstellungsbereiche Pflanzen, Technik, Floristik und Verkaufsförderung seien vertreten.

Egon Galinnis, Geschäftsführer der Messe Essen, führte die Zahlen aus: Demnach begann die Messe 1983 mit 70 Ausstellern, im Jahr 2000 waren es 1 200 und im nächsten Jahr werden es dann voraussichtlich über 1 400 sein. Ebenso rasant ist die Entwicklung der Besucherzahlen. Begonnen hat die IPM mit 7 000 Besuchern, jetzt werden für nächstes Jahr 60 000 Besucher erwartet. Auch bei den Ausstellern ist noch ein leichtes Plus mit zwei Prozent zu verzeichnen, in der heutigen Situation eine kleine Sensation, sagte Galinnis. Knapp über die Hälfte kommt aus dem Ausland: etwa 820 bis 830 Aussteller aus dem Pflanzenbereich, 250 von der Technik, 280 aus der Floristik und Verkaufsförderung, die ein leichtes Minus einfährt.

Mit 60 000 Besuchern scheine eine magische Grenze erreicht zu sein, Steigerungen wohl eher aus dem Ausland zu erwarten. Deutschland sei ein wichtiger Importmarkt für die Nachbarländer Niederlande, Italien, Dänemark, Frankreich, Belgien und Spanien. Das spiegele sich auch auf der IPM wider mit den ausländischen Beteiligungen exakt in der Reihenfolge ihrer Bedeutung: die Niederlande mit 200 Ausstellern, Italien mit 120, Dänemark mit 90. Weiterhin gemeinschaftliche Beteiligungen gibt es aus den USA, aus Ungarn und Großbritannien. Kanada und Mexiko sind erstmalig auf der IPM vertreten. Noch wisse man nicht die exakte Ausstellerzahl, sagte Galinnis, denn es bleiben noch einige Monate.

Die Green City mit ihren vier Stadtteilen ist diesmal ein wenig anders aufgeteilt, um den Beschwerden über die Lautstärke im vergangenen Jahr zu begegnen. Etwa 50 Aussteller zeigen hier ihr Angebot auf etwa 5 000 Quadratmetern.

Neben den floristischen Ausstellungen und Vorführungen und dem Infocenter Gartenbau bietet die Green City wiederum das g&v Creativ Center mit seiner Sonderschau. Das Team Profil Floral hat diesmal das Thema „Wellness Plus“, mehr Harmonie und Lebensqualität durch Blumen und Pflanzen in Szene gesetzt.

Neben der erweiterten Galeria ist auch der „Way of Inspiration“ ein neues Element. Er verspricht viele Informationen und Anregungen und führt von der Green City in Halle 1A über die Messehallen 7,8 und 9 bis in die Obergeschosshallen 7.1, 8.1 und 9.1. Die Top-Designer Gregor Lersch und Klaus Wagener gestalten floristische Erlebnisinseln an acht verschiedenen Standorten.

Nach einer sehr positiven Resonanz in 2005 findet erneut das internationale Gartenbau-Forum Osteuropa statt. Zielsetzung ist, eine Plattform zum Dialog für Entscheidungsträger des Internationalen Gartenbaus zu schaffen und den Warenaustausch zu fördern.

Im Zuge des EU-unterstützten AL-Invest Unternehmertreffs auf der IPM 2006, welches den Waren- und Technologieaustausch von und nach Lateinamerika fördern soll, werden Vertreter aus Ländern Lateinamerikas zur internationalen Fachmesse in Essen erwartet.