Messen

IPM – Drehscheibe des internationalen Marktes

Weiter ausbauen wird die IPM 2005 ihre weltweite Leitfunktion, betonte Dr. Joachim Henneke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen, im Vorfeld der Internationalen Pflanzenmesse. Aussteller und Besucher aus rund 40 Nationen könnten sich einen weltweit einzigartigen Marktüberblick über Pflanzen, Technik und Floristenbedarf verschaffen, sagte er auf der IPM-Pressekonferenz.

Die Internationale Pflanzenmesse in Essen (IPM) habe zudem immer als Konjunktur- und Stimmungsbarometer gewirkt. Auch im Jahr 2005 erhoffen sich die Messeverantwortlichen positive Impulse insbesondere für den deutschen Markt.

•Bereich Pflanze mit 720 Ausstellern

Nach wie vor größter Ausstellungsteil ist der Bereich Pflanzen mit voraussichtlich 720 Ausstellern, gefolgt vom Floristenbedarf mit 300, der Technik mit 250 und dem Bereich Verkaufsförderung mit 80 Ausstellern. Egon Galinnis, Geschäftsführer der Messe Essen, räumte ein, dass das Messegeschäft nicht gerade einfacher geworden ist. „Aber den rund 75 Abgängen stehen 100 neue Kunden gegenüber, das zeigt die Sogwirkung der IPM!“ Insbesondere im Ausland habe die IPM zusätzliche neue Aussteller gewinnen können.

Nationen wie Dänemark, Belgien, Spanien und Italien wollen ihre bisher schon umfangreichen Gemeinschaftsbeteiligungen noch weiter ausbauen. Besondere Akzente setzen laut Galinnis Länder der EU-Osterweiterung wie Polen, Tschechien und Slowenien. Im Rahmen der Pressekonferenz gab es folgerichtig vom Präsidenten des polnischen Baumschulverbandes Lucjan Gursztyn und dem Geschäftsführer der ungarischen Vermarktungsorganisation Flora Hungaria, József Retkes, Überblicke über den Baumschulmarkt und die Gesamtsituation des Gartenbaus in beiden Ländern.

•Forum Osteuropa als Plattform des internationalen Dialogs

Eine Plattform des internationalen Dialogs soll das Forum Osteuropa bieten, das mit Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Zentralverbandes Gartenbau vom 27. bis 29. Januar 2005 am Rande der IPM stattfindet. Nach Worten von Galinnis sind Vertreter von Unternehmenverbänden, Organisationen und Ministerien aus dem osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten und Russland eingeladen.

Mit weiteren Impulsen rechnet die IPM durch das europäisch-lateinamerikanische Treffen, das wie im vergangenen Jahr von der Al Invest organisiert und der EU unterstützt wird. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr finden die Vier-Augen-Gespräche aber diesmal auf dem Messestand von Al Invest und nicht in einem Tagungsraum statt. „Wir möchten die Besucher nicht aus den Messehallen herausholen“, kommentierte Galinnis. Man rechnet mit rund 20 internationalen Unternehmen aus Mexiko und Brasilien. Die Teilnahme ist für deutsche Firmen kostenlos, eine Anmeldung bis 19. Dezember 2004 nötig.

•Zahlreiche Angebote deutscher Organisationen und Verbände

Bei all den internationalen Aktivitäten gehen die zahlreichen Angebote deutscher Organisationen, Unternehmen und Verbände fast ein wenig unter. Zu nennen wären zum einen die Green City, die wie im vergangenen Jahr als Informations- und Aktionsforum in der Halle 1A vielfältige Aktivitäten zum Thema Verkaufsförderung zusammenfasst.

Auch die Nutzfahrzeuge-Show ist wieder Bestandteil, diesmal mit mehr Teilnehmern als im vergangenen Jahr. Der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) setzt auf sein bewährtes Bühnenprogramm und lässt internationale und nationale Floristengrößen zu Wort und zur Show kommen. Die Fachzeitschrift gestalten & verkaufen erwartet die Besucher in der Creativ-City. Die Fachverbände des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) stellen Leistungen und Aktionen vor, um nur einige zu nennen.

Umfangreich auch das Angebot der verschiedenen Forschungs- und Weiterbildungsinstitute. Zu nennen der Ausbildungsbeitrag des Arbeitskreises Alternative Frühjahrsblüher, der Einblick in verschiedene Kulturverfahren frühjahrsblühender Topfstauden geben will.

Insgesamt geben sich die Verantwortlichen zuversichtlich, dass die IPM 2005 vom 27. bis 30. Januar das nationale und internationale Publikum wiederum in ihren Bann zieht.