IPM Summer Edition: Neuheiten „endlich wieder live vor Ort“

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Die IPM Summer Edition bietet der Grünen Branche als Leistungsschau und Netzwerktreffen nach langer Corona-Pause wieder einen Rahmen für den persönlichen Austausch mit Fachkollegen. Das nutzen unter anderem mehrere Landgard-Mitgliedsbetriebe, die sich und ihre Produkte in sogenannten Gärtnerlogen auf der Ausstellungsfläche der Erzeugergenossenschaft vorstellen.

Karnivoren-Spezialist seit fast 40 Jahren

„Nach zwei Jahren Pause können wir endlich wieder unsere Neuheiten und Produktentwicklungen live vor Ort präsentieren“, freut sich etwa Bernd Weilbrenner, der mit seinen Söhnen Lukas und Philipp an der IPM Summer Edition teilnimmt. Die Gärtnerei Weilbrenner aus dem pfälzischen Freinsheim gilt laut Landgard als der Karnivoren-Spezialist im Bundesgebiet und konzentriere sich seit fast 40 Jahren auf den Anbau und die Zucht von fleischfressenden Pflanzen, die gemeinsam mit der Erzeugergenossenschaft deutschlandweit an Großhandelskunden vermarktet werden. Dabei setze der Gartenbau-Betrieb auf modernste Züchtungen und ein Komplettsortiment von der einzelnen Topfpflanze über das passende Substrat bis hin zu „bepflanzten Gefäßen“ als veredeltes Produkt.

Wasserpflanzen vom Niederrhein

Ebenfalls Teil des Landgard-Messeauftritts auf der IPM Summer Edition ist Wasserpflanzen Baumann. 1991 in Krefeld gegründet, produziert der Gartenbau-Betrieb mittlerweile im niederrheinischen Kevelaer auf einer Fläche von sieben Hektar inklusive Glas-, Folienhäusern und einer geräumigen Außenanlage ein großes Wasserpflanzen-Sortiment – von Sumpfpflanzen und Sauerstoff- beziehungsweise Unterwasserpflanzen über Schwimmpflanzen bis hin zu Seerosen. Um diese Produkte dreht sich laut Landgard auch alles in Baumanns Gärtnerloge, wo zudem Miniteiche in vielen Varianten und Biotope Thema sind. „Durch das große Netzwerk der Erzeugergenossenschaft können wir unsere Pflanzen ideal vermarkten“, erklärt Anna Baumann. „Bei der IPM Summer Edition sind wir auf neue und auch altbekannte Gesichter und die damit verbundenen Gespräche sehr gespannt.“

Gaultherien mit dem „gewissen Etwas“

Eine weitere Gärtnerloge ist Landgard zufolge vom Gartenbau-Betrieb Rannacher aus Gütersloh besetzt, der seit 2008 von Karsten Rannacher und seiner Frau Ulrike geführt wird. Seit Juli 2020 ist auch Tochter Michelle als Miteigentümerin im Unternehmen eingetragen. Der Familienbetrieb produziert den Angaben zufolge auf einer Fläche von 2,5 Hektar Hochglas und knapp 15 Hektar Freiland Topfpflanzen wie Azaleen, Eriken, Callunen und Gaultherien vom Steckling bis zum Endprodukt. Auf der IPM Summer Edition stellt der Gartenbau-Betrieb unter anderem seine 2017 auf den Markt gebrachte und vor allem über die Landgard-Märkte eingeführte Gaultherien-Produktlinie DOTS vor, die für qualitativ hochwertige Gaultherien „mit dem besonderen Touch“ stehe und neben der traditionellen Gaultherie mit roten Beeren auch die exklusiv erhältliche „Panny Pu“ mit roten und weißen Beeren, „White Pearl“ mit leuchtend weißen Beeren sowie „Dark Pearl“ mit dunkellaubigem Blatt und roten Beeren beinhalte.

Zierpflanzen und Süßkartoffeln aus den Niederlanden

Produkte die „neu, aktuell und trendy“ sind, zeigt der 1982 von Pieter Verschure und Maria Verschure-Vogelsangs in Aarle-Rixtel im Südosten der Niederlande gegründete Gartenbau-Betrieb Reindonkse Tuin auf der IPM Summer Edition. 2006 wurde das Unternehmen um ein Gewächshaus in Hegelsom an der niederländisch-deutschen Grenze erweitert, wo seitdem auf rund sieben Hektar Produktionsfläche unter Glas Beetpflanzen und Chrysanthemen in hoher Qualität kultiviert werden. Am Firmenstammsitz in Aarle-Rixtel hat sich Reindonkse Tuin dagegen auf die Produktion von verschiedenen Sorten Chrysanthemen, Astern und Süßkartoffeln auf rund 50 Hektar Freilandfläche spezialisiert. In der Gärtnerloge auf der IPM präsentieren Pieter Verschure und Maria Verschure-Vogelsangs den Besuchern die Produkte der Marke „Happiness“, wie beispielsweise gemischte Pflanzen in „Ton auf Ton“-Ampel und verschiedene Arten von Süßkartoffel-Pflanzen. Zudem zeigen sie den Besuchern, wie der Gartenbau noch nachhaltiger gestaltet werden kann, etwa durch die Nutzung von Recover-Töpfen bei Hanging Baskets und Ampeln mit Wasserspeicher oder die Nutzung von Biofolie, informiert Landgard.

In Harmonie mit der Natur kultivierte Orchideen

Komplett auf die natürliche Kultur von Phalaenopsis hat sich Landgard zufolge der Mitgliedsbetrieb Your Natural Orchid – Stolk Flora spezialisiert. Rund 100 verschiedene Sorten umfasse derzeit das Sortiment, das durch verkaufsfertige Konzepte rund um aktuelle Modefarben oder saisonale Themen ergänzt werde, berichtet die Erzeugergenossenschaft. Kultiviert wird demnach auf einer Fläche von insgesamt 6,1 Hektar an den Standorten in Bleiswijk und Bergschenhoek, wo das Unternehmen mit seinen derzeit 75 Mitarbeitern in allem nach Harmonie mit der Natur strebe – vom Nützlingseinsatz bis hin zur nachhaltigen Energieversorgung. Orchideen entwickeln sich schöner, wenn sie mit Respekt vor der Natur kultiviert werden, ist Your Natural Orchid – Stolk Flora überzeugt. Als besondere Neuheiten zeigt der Traditionsbetrieb auf der IPM Summer Edition laut Landgard unter anderem die duftenden Orchideen Bolgheri und Flower Symphony.

Über drei Millionen Topfpflanzen aus nachhaltiger Produktion

Hochwertige Phalaenopsis mit mehr als sechs Rispen sowie Stauden, Lavendel, Kräuter und Herbstartikel produziert das familiengeführte Unternehmen Rieke Blumen an seinen beiden Standorten in Hopsten und Recke – insgesamt jedes Jahr über drei Millionen Topfpflanzen, wie Landgard über den Mitgliedsbetrieb aus dem Münsterland berichtet. Unterstützt werde die Produktion von modernster Technik wie beispielsweise Absetzrobotern im Freiland, besonderen Wert lege das Unternehmen auf eine nachhaltige und umweltbewusste Bewirtschaftung. So werde seit Jahren Abwärme einer Biogasanlage zum Heizen genutzt, und der Strom für die laufende Produktion am Standort in Hopsten werde nahezu zu hundert Prozent durch eine eigene PV-Anlage erzeugt. Auf den Einsatz von chemischem Pflanzenschutz könne der Betrieb durch den Einsatz von Nützlingen fast vollständig verzichten. Ebenso liege der Familie ein nachhaltiger und fairer Umgang mit den Mitarbeitern und Produkten am Herzen.