Messen

Klimaneutrales Gewächshaus in Kalifornien

KUBO (NL-Monster) hat in Kalifornien einen nachhaltigen Gewächshauskomplex realisiert, in dem Tomaten mit einer verbesserten Klimakontrolle und ohne Einsatz fossiler Brennstoffe kultiviert werden können. Dank eines neuen, ausgeklügelten Systems mit der Bezeichnung Ultra-Clima können laut KUBO Temperatur, CO2-Gehalt und Luftfeuchtigkeit besser reguliert werden als je zuvor. Gleichzeitig hält geringer Überdruck im Gewächshaus Insekten draußen. Das Resultat ist ein sicheres und gesundes Umfeld für die Produktion und einen höheren Ertrag.

Entwickelt wurde das Gewächshaus in Zusammenarbeit mit Casey Houweling. der im vergangenen Jahr ein 16 Hektar großes Ultra-Clima Gewächshaus von KUBO erhielt. Die erste Pflanzung erfolgte am 12. September 2008 und bis August 2009 konnten 100 kg/m_ geerntet werden, gegenüber einem Ertrag von 80 kg/m_ in einem normalen Gewächshaus. Das Ultra-Clima Gewächshaus in Kalifornien hat sechs Schlüssel-Prinzipien:

Energie

Die Wärme für das Gewächshaus stammt von drei Quellen:

Von thermischen Solarpanelen, von der Wärme die beim Kühlen des Bewässerungswassers gewonnen wird und der Wärme die beim Kühlen des Kühlraums anfällt.

Die benötigte Elektrizität für die Luftbearbeitung und andere Systeme wird über Photovoltaik-Solarpanelen gewonnen. Dadurch werden keine fossilen Brennstoffe benötigt. Das CO2 kommt in flüssiger Form von einer lokalen Raffinerie. Eine weitere Innovation ist die Einführung von EC-Ventilatoren die die BUS-Technologie nutzen und in den Luftbehandlungseinheiten integriert sind.

Weniger Schadinsekten

Leichter Überdruck schützt vor dem Eindringen Weißer Fliege oder anderen Schadinsekten ins Gewächshaus. In Folge ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert und die Ernte von sichereren Lebensmitteln, wie sie Verbraucher und Supermärkte wünschen, möglich. Weitere Vorteile sind eine höhere Produktion aufgrund des geringeren Krankheitsdrucks und geringere Kosten durch Einsparungen bei Pflanzenschutzmitteln.

CO2-Einsparung

Das Ultra-Clima Gewächshaus reduziert den Austausch von Innen- und Außenluft, was einen höheren CO2-Gehalt erlaubt bei geringerer Dosierung. Die Erfahrung bei Houweling hat gezeigt, dass mit 30 Prozent geringerer Dosis, leicht ein CO2-Gehalt 1000 ppm erzielt wird.

Mehr Licht

Weniger Lüftungsscheiben im Dach bedeuten mehr Lichteinstrahlung ins Gewächshaus. Abhängig davon, welche Insektenschutznetze im Dachraum installiert sind, kann die höhere Licheinstrahlung zwischen vier und 15 Prozent betragen.

Bessere Klimakontrolle

Das Ultra-Clima Gewächshaus erlaubt nach Firmenangaben, eine einheitliche Temperaturabteilung auf jedem gewünschten Level zu schaffen. Die horizontale Temperaturdifferenz kann auf Basis einer kontinuierlichen Messung vernachlässigt werden, da sich in der Praxis bei der vertikalen Differenz gerade mal 2 °C zeigten.

Höhere Produktion

Die Produktion bei Houweling hat gezeigt, dass die Produktion im Ultra-Clima Gewächshaus einen höheren Ertrag ermöglicht. Laut KUBO kann der Ertrag, in Abhängigkeit vom Klima um 15 bis 60 Prozent gesteigert werden. Jetzt werden weitere Häuser in den USA und in Slowenien gebaut.

Die Erfahrungen mit dem Ultra-Klima Haus beziehen sich auf die Klimaverhältnisse in Kalifornien, doch geht KUBO davon aus, dass es auch für die Licht- und Temperaturverhältnisse in Deutschland Möglichkeiten zu einer Produktion mit Einsparungen bei der Energie gibt.

Halle 01, Stand 0312