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Landtechnik: Erwartungen sind verhalten bis optimistisch

Mit Blick auf die wirtschaftliche Situation konnte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Fachverband Landtechnik 2004 ein Rekordjahr verzeichnen, betonte dessen Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Demopark (siehe Text auf Seite 1). So erzielte die Branche am Standort Deutschland ein Wachstum von 15 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Dagegen musste die Sparte Garten- und Landschaftsbau als Teilbereich des Fachverbandes in Deutschland einen weiteren Marktrückgang hinnehmen.

Ausschlaggebend für das gute Ergebnis 2004 in der Landechnik sind mit 75,6 Prozent die Auslandsgeschäfte. „Denn nennenswerte technologische Entwicklungen kommen in vielen Segmenten fast ausschließlich aus Deutschland“, erläuterte der Geschäftsführer. Die Exporte erreichten im vergangenen Jahr einen Wert von 3,4 Milliarden Euro.

Weniger erfolgreich sieht der Geschäftsverlauf in der Garten- und Landschaftsbau-Branche aus. Der Verkauf von Kompakttraktoren ging um sieben Prozent zurück. Bei den Rasentraktoren lag der Rückgang bei zwei Prozent. Der Verkauf von einachsigen Motorgeräten, also Balken-Mäher und Hacken, erreichte knapp das Vorjahresniveau, das durch die Trockenheit im Jahr 2003 allerdings sehr niedrig war.

Auf Nachfrage des Verbandes beurteilten die Mitglieder die wirtschaftliche Lage im vergangenen Jahr im Bereich GaLaBau und Kommunaltechnik für das Inland als mäßig bis knapp ausreichend. Für 2005 erwarten die Hersteller in Deutschland eine deutliche Belebung und wachsenden Umsatz. Die Geschäfte im Ausland liefen 2004 wesentlich besser als 2003 und werden auch für das laufende Jahr als günstiger bis fast gut angegeben. Der langanhaltende Winter mit viel Schnee hat das Geschäft mit Winterdienstgeräten Anfang diesen Jahres befördert.

Die Aussteller knüpfen laut VDMA hohe Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr und an die Demopark 2005. Allerdings äußerten sich einige Aussteller gegenüber der TASPO eher verhalten über dieses Geschäftsjahr und die Messeerwartungen.

Wie aus der Umfrage des Verbandes hervorgeht, wurde in die Weiterentwicklung der Maschinen und in neue Produkte investiert, dabei vor allem in die Steigerung der Leistungsfähigkeit und in Entwicklungen zum multifunktionalen Einsatz der Maschinen. Weitere technische Trends gingen in Richtung Minimierung der Umweltbelastungen durch Geräuschemissionen und Abgase, Optimierung der Bedienung und Komfortverbesserungen an den Maschinen sowie die Vereinfachung und Verbesserung der Wartung. Dabei stehe die Steigerung der Produktivität und die Kostensenkung für den Kunden an oberster Stelle.

Besonders gefragt beim Kunden sei die Bedienerfreundlichkeit gefolgt von einem günstigen Preis. Die Kunden erwarteten von neuen Maschinen einen hohen Innovationsgrad. Neue Maschinen müssten einen erheblichen zusätzlichen Nutzen für den Anwender bieten. Qualität und Betriebssicherheit der Arbeitsmaschinen seien weitere viel genannte Anforderungen der Kunden, ebenso ein dichtes Händler- und Servicenetz und eine schnelle Verfügbarkeit der gewünschten Maschinen und Geräte. Die Kundenzufriedenheit stehe bei den Herstellern an erster Stelle. Dies gelte für Technik und Service gleichermaßen. Aber nicht nur die technische Ausstattung und Leistung der Maschine sei heute kaufentscheidend, auch die Finanzierung sei zunehmend ein Thema beim Verkauf.