Messen

Neue Versuchsgewächshäuser in Bad Zwischenahn eingeweiht

Anfang Februar feierte die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Bad Zwischenahn Einweihung ihrer neuen Versuchsgewächshäuser. Der 2850 Quadratmeter große Komplex versetzt die Einrichtung in die Lage, auch in Zukunft die Anforderungen an eine fachlich fundierte Versuchsarbeit erfüllen zu können. Als die LVG Bad Zwischenahn im Jahr 1976 im Rahmen der Verlagerung von Aurich am neuen Standort aufgebaut wurde, entstanden als Kernstück des Versuchsbetriebes fünf so genannte "Normhäuser" mit 12,4 Meter breiten Schiffen, jeweils 50 Meter lang und damit rund 600 Quadratmeter groß. Damals war gerade die erste Energiekrise über den Gartenbau gekommen, deshalb wurden einige Häuser mit Isolierverglasung eingedeckt. Mit dieser Doppelverglasung hoffte man, den Energiebedarf senken zu können. Allerdings wurde auch der Lichteinfall deutlich verringert, so dass zuletzt nur noch 40 Prozent der Lichtintensität gemessen wurden.

Weitere Probleme für die Versuche waren die großen Einheiten, die fehlende Klimaregelung und zunehmende technische Mängel, die einen nicht kalkulierbaren Reparaturaufwand bedingt hätten.

Um die Versuchsarbeit auch in Zukunft weiterführen zu können, beschloss der Vorstand der Landwirtschaftskammer Weser-Ems im Frühjahr 2005, eine komplett neue Versuchsgewächshausanlage zu bauen.

Im Juni 2005 wurden die alten Gewächshäuser abgebrochen und an der gleichen Stelle die neue Anlage im Venlo-System aufgebaut. Nach einer Bauzeit von sechs Monaten konnten am 8. Februar die neuen Gewächshäuser im Rahmen einer Feier eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Zahlreiche Gärtner, die über Beiräte und Arbeitskreise in die Versuchsarbeit eingebunden sind, freuten sich als Gäste über die neue Anlage.